Die zehn häufigsten Planungspannen

Eine Hochzeit zu planen ist gar nicht so einfach! Ihr wünscht euch eine perfekte Hochzeit und gebt euch große Mühe bei den Vorbereitungen. Doch gegen kleine Pannen seid auch ihr nicht gefeit, denn niemand ist perfekt. Manche Planungsfehler aber lassen sich ganz leicht vermeiden. Wir zeigen euch die Top Ten Planungspannen und wie ihr diese am besten vermeiden könnt!

Platz 10: Planen, planen, planen … bevor die Gästeliste steht

Das Problem:
Ihr seid frisch verlobt und voller Tatendrang. Ihr möchtet am liebsten sofort dieses fantastische Hotel buchen, eure Lieblingsblumen bestellen und diese hübschen Gastgeschenke kaufen. Doch wisst ihr überhaupt, wer zu eurer Hochzeit kommen soll?

Die Lösung:
Es ist vielleicht eine Aufgabe, die euch Angst macht und die euch evtl. auch ein paar Streitereien bescheren wird, doch die erste Entscheidung, die ihr treffen müssen, noch bevor ihr die Location oder das Catering bucht, ist die, wer zu eurer Hochzeit kommen soll. Erst wenn ihr ungefähr wisst, wie viele Gäste ihr erwartet, können ihr euch überlegen, welcher Rahmen für eure Feier passend wäre und welche Möglichkeiten euer Budget erlaubt.

Platz 9: Das Budget sprengen

Das Problem:
Nachdem ihr euch als Paar auf den Rahmen eurer Feier geeinigt habt, wurde ein Budget festgesetzt. Doch nun stellt ihr fest, dass dieser Betrag nicht reichen wird und ihr um größere Ausgaben nicht herumkommen werdet.

Die Lösung:
Zunächst einmal gilt es, Ruhe zu bewahren. Setzt euch zusammen und überlegt gemeinsam, ob ihr an verschiedenen Stellen sparen könnt oder bestimmte Punkte einfach weglassen möchtet. Solltet ihr euch entschließen, euer Budget zu überziehen, stellet sicher, dass es sich um eine gemeinsame Entscheidung handelt, die später nicht zum Streitpunkt wird und erstellet einen realistischen Plan zur Finanzierung eurer Extrakosten.

Platz 8: Den Bräutigam zur Verzweiflung bringen

Das Problem:
Ja, es gibt heute einige Männer, die sich an der Hochzeitsplanung beteiligen und bei verschiedenen Punkten mitentscheiden möchten. Doch will er wirklich bei all deinen Shopping-Touren dabei sein und Tag und Nacht mit dir über die Blumendekoration diskutieren?

Die Lösung:
Fühle gleich zu Beginn der Planung vor, wie weit du gehen kannst. Besprich verschiedene Punkte der Hochzeit und versuche dabei, ein Idee von seinen Vorstellungen zu bekommen. Wenn es für ihn keinen Unterschied macht, ob Leinen- oder Papierservietten, triff du Entscheidungen dieser Art alleine. Halte außerdem einen Abend pro Woche frei, an dem ihr nicht über die Hochzeit, sondern einfach einmal über alles andere sprecht oder etwas unternehmt, das euch beiden Spaß macht. Lasse deinem liebsten seinen Freiraum. Vielleicht überrascht er dich mit einer wirklich guten Idee für die Festmusik oder er findet die perfekte Lösung für das Parkplatzproblem.

Platz 7: Sich vornehmen, ganz viel abzunehmen

Das Problem:
Du findest das Kleid deiner Träume und stellst dir vor, wie fantastisch du erst darin aussehen wirst, wenn du dein Traumgewicht erreicht hast. Du nimmst dir fest vor, noch fünf bis 20 Kilo abzunehmen – immerhin ist bis zu eurem großen Tag noch lange hin – und bestellst das Kleid zwei Kleidergrößen kleiner. Nun bist du mächtig unter Druck – und der große Frust ist bereits vorprogrammiert.

Die Lösung:
Es ist nichts dagegen einzuwenden, sich vorzunehmen, auf eine gesündere Ernährung und mehr Bewegung zu achten, doch ganz gleich, ob zu deiner Hochzeit oder zu einem anderen Termin: Setze dir ein realistisches Ziel, das du auch ohne Null-Diät und unzählige Fitness-Einheiten erreichen kannst. Bestelle dein Kleid in der Größe, die du tatsächlich ausfüllst und nimm dir vor, ab sofort zwei Mal pro Woche deine Oberarme zu trainieren, damit diese in deinem schulterfreien Kleid toll aussehen. So ersparst du dir Stress und jede Menge Frust! Solltest du auf gesundem Wege abnehmen und bis zum großen Tag an Umfang verlieren, kann dein Kleid problemlos geändert werden. Ein zu großes Kleid enger zu machen geht immer, anders herum hingegen wird es schwierig.

Platz 6: Alles selbst machen wollen

Das Problem:
Du wünschst dir eine einzigartige Hochzeit, bei der alles perfekt ist, und hast jede Menge toller Ideen für Details, die du selbst umsetzen willst. Doch die Zahl der Punkte auf deiner To-Do-Liste scheint ständig zu wachsen, bis du irgendwann feststellst, dass du dies unmöglich alles schaffen kannst.

Die Lösung:
Anstatt tausend Kleinigkeiten in Eigenregie zu erarbeiten, konzentriere dich auf ein oder zwei Projekte, in die du deine ganze Energie steckst. Für alle anderen Punkte lassen sich bestimmt schöne, fertige Lösungen finden, die dir gefallen und mit denen du dir viel Zeit und Mühe sparst. Außerdem lassen sich viele Aufgaben an Freunde und Verwandte delegieren.

Platz 5: Sich ärgern, dass deine Ideen nicht einzigartig sind

Das Problem:
Du hattest geplant, deine Gäste mit vielen einzigartigen Details zu überraschen, und gehofft, dass deine Idee für die Tischdekoration allen den Atem rauben wird. Nun seid ihr auf die Hochzeit eines befreundeten Paares eingeladen und du findest dort die gleichen Tischkärtchen vor, die ihr euch ausgesucht hattest.

Die Lösung:
Ärgere dich nicht! Versuche dir stattdessen klar zu machen, dass eure Hochzeit ohnehin einzigartig wird, weil ihr es seid, die dieses Fest feiern. Ganz gleich, ob zehn andere Paare ähnliche Ideen hatten wie ihr – in Kombination der vielen verschiedenen Komponenten und durch die persönliche Note, die ihr diesem Tag verleiht, ergibt sich ein einzigartiges Fest. Und solltet ihr das Gefühl haben, dass jemand euer Fest imitiert, denkt zunächst daran, dass Imitation die höchste Form der Bewunderung ist. Verratet in Zukunft nicht zu viel und überlegt euch, wie ihr euren Ideen durch wenige kleine Änderungen einen neuen Look verleihen könnt.

Platz 4: Einen einzigen Helfer überladen

Das Problem:
Ihr habt eine Person, auf die ihr euch hundertprozentig verlassen könnt, und die eure Begeisterung für dieses einmalige Ereignis teilt – deine Mutter, deine Schwester oder deine beste Freundin. Dieser Person überlasst ihr alle Aufgaben, um die ihr euch nicht selbst kümmern könnt, doch vergesset nicht, dass auch sie an eurem großen Tag nicht nur arbeiten, sondern auch mit euch feiern möchte.

Die Lösung:
Ja, bei eurer Hochzeit soll alles perfekt sein. Doch die meisten Aufgaben kann man wirklich jedem Erwachsenen anvertrauen. Bevor ihr also alles einer einzigen Person aufladet, teilet die einzelnen Punkte eurer To-Do-Liste auf mehrere Personen auf. Man wird euch sicherlich gerne unter die Arme greifen und so könnt ihr viele Menschen in die Organisation integrieren, was die Feier persönlicher macht.

Platz 3: Alles anders machen wollen

Das Problem:
Zunächst wart ihr der festen Überzeugung, dass eure Dekoration komplett in Rosé und Flieder gehalten sein soll. Doch je näher der große Tag rückt, desto mehr wünschst du dir ein schlichtes Créme für deinen Hochzeits-Look. Dafür ist es nun aber zu spät, oder?

Die Lösung:
Ihr habt jederzeit das Recht, euer Konzept umzuwerfen. Wenn ihr absolut nicht mehr mit euren ursprünglichen Ideen leben könnt, dann ändert diese. Das muss nicht heißen, alles neu zu ordern oder mit bestehenden Verträgen zu brechen. Oft genügt eine kleine Änderung oder Ergänzung, um eurem Fest einen völlig neuen Anstrich zu verleihen und den Stil zu ändern. Doch denket auch daran, dass jede Änderung mit Kosten verbunden ist. Je früher ihr also wirklich wisst, was ihr wollt, desto besser.

Platz 2: Sich über Kleinigkeiten aufregen

Das Problem: Die Gastgeschenke werden geliefert und haben nicht genau die Farbe, die ihr euch vorgestellt habt. Ihr seid am Boden zerstört, weil das Gesamtbild der Dekoration darunter leiden könnte.

Die Lösung: Natürlich ist es ärgerlich, wenn etwas nicht so klappt, wie ihr es euch vorgestellt habt. Atmet tief durch und überlegt, ob diese eine kleine Panne wirklich so schlimm ist. Wenn ihr sicher seid, dass euch dieses Detail an eurem großen Tag wirklich stören wird, bemüht euch um eine neue Lösung. Macht euch aber klar, dass die meisten Kleinigkeiten an eurem Hochzeitstag vergessen sein werden und sich die Aufregung in den meisten Fällen überhaupt nicht lohnt. So schont ihr Kraft und Nerven.

Platz 1: Aufgaben aufschieben

Das Problem:
Es erscheint euch merkwürdig zu erscheinen, die Tischordnung bereits Monate vor der Hochzeit festzulegen. Was ist, wenn sich bis zu eurem großen Tag noch Änderungen bei der Gästeliste ergeben?

Die Lösung:
Macht euch keine Sorgen darüber, irgendeinen Punkt auf eurer To-Do-Liste zu früh zu erledigen. Sollte es noch Änderungen geben, könnt ihr problemlos kleine Korrekturen vornehmen. Je mehr ihr bereits geschafft habt, desto weniger sammelt sich in den letzten Wochen vor der Hochzeit an, und je weniger ihr dann noch zu tun habt, desto entspannter werdet ihr eure Feier genießen können.

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