Die schönsten Orte zum Heiraten

Die Jury von www.hochzeitsaward.de, bestehend aus Hochzeitsplanern, freien Theologen, Fotografen und weiteren fachkundigen Mitgliedern hat die schönsten Standesämter und Kirchen sowie die außergewöhnlichsten Orte zum Heiraten gekürt. Wir präsentieren euch die Gewinner.

Tipp: braut.de hat euch die schönsten Hochzeitslocations passend nach Regionen zusammengestellt.

Schönstes Standesamt

Platz 1: Standesamt Eberswalde, Märchenvilla

Einmal fühlen wie im Märchen – bei einer standesamtlichen Trauung in Eberswalde ist dies möglich. Die sogenannte Märchenvilla, einem 1834 durch Johann-Friedrich Dictus erbautes Gebäude im klassizistischen Stil, bietet ein wunderschönes Ambiente für die sprichwörtliche Märchenhochzeit. Im Inneren befindet sich ein restauriertes Korkbild aus dem 19. Jahrhundert. Es wurde 1849 von Johann Friedrich Wilhelm Dictus selbst gestaltet. Doch nicht nur durch das märchenhafte Gebäude besticht das Standesamt Eberswalde. Auch der umliegende Park bietet eine schöne Kulisse für Hochzeitsfotos und lädt zum Träumen ein.

Standesamt Eberswalde Märchenvilla

© Rolf Handke / pixelio.de

Platz 2: Standesamt Heidelberg, Rathaus

Mit seinem barocken Charme bietet das Standesamt von Heidelberg einen besonders schönen Rahmen für festliche Trauungen. Es befindet sich im städtischen Rathaus im Herzen der ehemaligen kurpfälzischen Residenzstadt Heidelberg und wurde in den Jahren 1701 bis 1703 im Stil des Barock errichtet. Besonders das aufwändig gestaltete Trauzimmer hat es den knapp 1.000 Heiratswilligen pro Jahr angetan. So verfügt es u.a. über einen marmorierten Traualtar, umrahmt von römisch anmutenden Säulen und eine kunstvolle Pforte, die in den mit Biedermeier-Möbeln verzierten Vorraum führt.

Standesamt Heidelberg Rathaus

© Stadt Heidelberg Standesamt

Platz 3: Standesamt Dresden, Villa Weigang

Wer im Flair des ausgehenden 19. Jahrhunderts heiraten möchte, für den ist das Standesamt in Dresden, untergebracht in der Villa Weigang, genau das Richtige. Mehr als 1.700 Pärchen entscheiden sich pro Jahr für dieses außergewöhnlich schöne Standesamt. Das Gebäude, benannt nach dem früheren Besitzer, dem Bautzner Kaufmann Karl Ernst Otto Weigang, zählt zu den größten und bedeutendsten Villen im Dresdener Stadtteil Blasewitz. Besonderen Charme hat auch die Innenausstattung der beiden Trausäle, die vor allem durch Stuckverzierungen, Malereien und in den 90er Jahren restaurierten Holzvertäfelungen auffallen.

Standesamt Dresden Villa Weigang

© Fotoatelier Kunde

Platz 4: Standesamt Hamburg-Altona, Rathaus

Das Standesamt Altona befindet sich im Südflügel des Altonaer Rathauses und ist aufgrund der nahen Elbe ein beliebter Ort für Eheschließungen. Die ca. 1300 Pärchen, die hier jährlich den Bund fürs Leben schließen, sind der beste Beweis für die außergewöhnlich schöne Atmosphäre dieses Standesamts. Das große Trauzimmer ist zum Innenhof gelegen und mit herrschaftlich antiken Möbeln ausgestattet und bietet einen entsprechenden Rahmen für eine stilvolle Trauung. Auch von außen ist das weiße Gebäude, das ursprünglich als Bahnhofsgebäude errichtet wurde, ein Blickfang. Zusätzlicher Pluspunkt ist die zentrale Lage im beliebten Hamburger Stadtteil Altona.

Standesamt Hamburg-Altona Rathaus

© Klaus Friese / Wikipedia Commons

Platz 5: Standesamt Weißenfels, Fürstenhaus

Als klein aber fein kann man das Standesamt der Stadt Weißenfels treffend beschreiben. Der besondere Charme der zwei im Fürstenhaus untergebrachten Trausäle zieht jährlich etwa 130 Pärchen an, die sich im barocken Ambiente das Ja-Wort geben wollen. Das Gebäude selbst stammt aus der Residenzzeit und wurde 1673 für Johann Moritz Richter, dem Baumeister des Schlosses Neu-Augustusburg, erbaut. Besonders schön ist die grau-altrosa Fassade des zwischen 2004 und 2006 sanierten Gebäudes – sie entspricht der historischen Farbgebung und bietet eine wunderschöne Kulisse für romantische Hochzeitsfotos.

Standesamt Weißenfels Fürstenhaus

© Standesamt Weißenfels

Platz 6: Standesamt Osnabrück, Stadtwaage

Sicherlich außergewöhnlich untergebracht ist das Standesamt der Stadt Osnabrück. Es befindet sich in der ehemaligen Stadtwaage. Das Haus wurde 1532 errichtet und diente den Kaufleuten zum Wiegen ihrer Handelswaren. Zur damaligen Zeit hatte fast jede Stadt und Region ihre eigenen Maßeinheiten und so standen in allen Handelsstädten diese öffentlichen Waagen. Direkt am Markt gelegen, bildet es mit dem Rathaus und der Marienkirche ein Gebäudeensemble, das sich auch als tolle Kulisse für wunderschöne Erinnerungsfotos eignet. Für Gäste, die der Trauung nicht persönlich beiwohnen können, kann die Zeremonie auch live per Webcam im Internet übertragen werden.

Standesamt Osnabrück Stadtwaage

© Stadt Osnabrück Presse- und Informationsamt

Platz 7: Standesamt Ismaning, Schloss Ismaning

Bei einem Standesamt in einem Schloss denkt natürlich jeder sofort an eine Traumhochzeit wie im Märchen. Wer sich seine Eheschließung so vorstellt, der ist im Standesamt Ismaning bei München an der richtigen Adresse. Um 1530 wurde das heute denkmalgeschützte Barock-Schloss von Bischof Philipp von Freising erbaut und wechselte über die Jahrhunderte mehrfach den Besitzer bis es 1919 die Funktion des Ismaninger Rathauses bekam. Auch die Innengestaltung mit den barocken Stuckdecken und Wandmalereien lädt zum Träumen ein und bietet einen außergewöhnlichen Rahmen für die Eheschließung. Von den 240 Paaren, die hier jährlich getraut werden, kommt dabei ca. die Hälfte von auswärts.

Standesamt Ismaning Schloss Ismaning

© Ringekaufen.com

Platz 8: Standesamt Murnau, Rathaus

Für Heiratswillige bietet Murnau eine wunderschöne Kulisse für die Traumhochzeit: vom Ort blickt man auf die Gipfel und Grate der Ammergauer Alpen, des Wettersteingebirges mit Zugspitze und Alpspitze im Süden sowie des Estergebirges und der Walchenseeberge im Südosten. Schon Wassily Kandinsky und Gabriele Münter wählten Murnau daher zu ihrem „Liebesnest“. Das Standesamt nebst Trauzimmer ist direkt im denkmalgeschützten Rathaus von Murnau untergebracht. Der heutige Bau im neugotischen Stil stammt aus dem Jahr 1842. Anfang des 20. Jahrhunderts erhielt das Rathaus im Rahmen der Ortsverschönerung eine Bemalung.

Standesamt Murnau Rathaus

© Rufus46 / Wikipedia Commons

Platz 9: Standesamt Berlin Köpenick, Rathaus

Nicht ganz unbekannt ist der Berliner Stadtteil Köpenick, sicherlich auch ein Grund, warum Trauungen im Rathaus von Köpenick bei vielen Brautpaaren beliebt sind. Das historische Rathaus entstand 1901 bis 1905 im gotischen Stil anstelle eines Vorgängerbaus für die damals eigenständige brandenburgische Stadt Cöpenick, seit 1982 steht es unter Denkmalschutz. Im Trauzimmer sind die bunten Butzenscheiben, auf denen Brautpaare aus mehreren Jahrhunderten dargestellt sind, besonders auffällig. Besonders schön ist auch die Lage des Rathauses an Dahme und Spree, so können Brautpaare per Schiff zum Standesamt an- oder abfahren.

Standesamt Berlin Köpenick Rathaus

© Andreas Steinhoff / Wikipedia Commons

Platz 10: Standesamt Idstein, Kanzleitor

Umgeben von einem Mittelalterlichen Stadtkern, kann man im Standesamt Idstein, untergebracht im sogenannten Kanzleitor, besonders romantisch den Bund fürs Leben schließen. Weit über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt wurde das malerische Städtchen Idstein als der 1960 entstandene Film „G.I.Blues“ mit Elvis Presley teilweise dort gedreht wurde. Der großzügige, rechteckige Trausaal mit Deckengewölben, Erkern und Ausstellungsstücken aus verschiedenen Epochen bietet ein historisches Ambiente für die Traumhochzeit. Das nahe gelegene Hochzeitsgärtchen bietet einen romantischen und gepflegten Rahmen für den Umtrunk nach der Trauungszeremonie. Die malerische Altstadt ist eine eindrucksvolle Kulisse für Hochzeitsfotos.

Standesamt Idstein Kanzleitor

© Michael Ludwig / pixelio.de

Schönsten Kirchen

Platz 1: Pfarrkirche St. Sebastian, Ramsau

In der sprichwörtlichen Postkarten-Idylle kann man sich in der Pfarrkirche St. Sebastian im Bayrischen Ramsau das Ja-Wort geben. 1512 erbaut, wurde die kleine Kirche bei Berchtesgaden als häufig verwendetes Motiv für Landschaftsmalerei weltberühmt. Nicht nur von zahllosen Malern wurde die Kirche auf Skizzen, Zeichnungen und Gemälden festgehalten. Auch US-Präsident Eisenhower malte 1960 nach einem Farbfoto eigenhändig die Kirche. Nicht nur im Inneren bietet St. Sebastian also einen feierlichen Rahmen für die kirchliche Trauung, am Fuße der Alpen gelegen, ist die umliegende Landschaft eine fantastische Kulisse für einmalige Hochzeits- und Erinnerungsfotos.

Pfarrkirche St. Sebastian in Ramsau

© Bernd Peters / pixelio.de

Platz 2: Herz-Jesu-Kirche, Koblenz

Die katholische Pfarrkirche Herz Jesu steht mitten in der Innenstadt von Koblenz – an der Schnittstelle wichtiger Verkehrsstraßen und in der Geschäftigkeit des Einkaufs-zentrums. Sie lädt durch die beschauliche Stille ihres Raumes zum Atemholen, zu Gebet und gottesdienstlicher Feier ein. In den Jahren 1900 bis 1903 wurde die Herz Jesu Kirche nach den Plänen des Mainzer Architekten Professor L. Becker erbaut und ist seit 2002 Teil des UNESCO-Welterbes „Oberes Mittelrheintal“. Auf Grund der imposanten Erscheinung entscheiden sich immer wieder viele Paare für diese Kirche als Ort für ihre kirchliche Trauung, um der Hochzeit einen besonders feierlichen Rahmen zu geben.

Herz-Jesu-Kirche in Koblenz

© Willy Horsch / Wikipedia Commons

Platz 3: Hauptkirche St. Michaelis, Hamburg

Die St. Michaelis Kirche in Hamburg, auch genannt „Michel“, ist die bekannteste Kirche der Stadt und gleichzeitig ihr Wahrzeichen. Sicherlich mit ein Grund für viele Brautpaare, diese wunderschöne Kirche mit ganz besonderem norddeutschen Charme für ihre Trauung zu wählen. So wundert es nicht, dass viele Traupaare nicht nur aus der eigenen oder anderen Hamburger Gemeinden stammen, sondern viele Anfragen weit darüber hinaus aus ganz Deutschland kommen. Besonderes Highlight ist dabei sicherlich auch die über 300-jährige Tradition des Turmblasens – täglich bläst dabei der Türmer einen Choral in alle Himmelsrichtungen.

Hauptkirche St. Michaelis Hamburg

© Michael Zapf

Platz 4: St. Severin Kirche, Sylt

Klein aber fein, so kann man die St. Severin Kirche auf Sylt wohl am besten beschreiben. Das 1240 erstmals erwähnte Kirchgebäude befindet sich abseits des Ortes Keitum auf der höchsten Erhebung des Sylter Geestkerns. Doch nicht nur die Lage auf einer der schönsten Inseln Deutschlands macht diese Kirche einmalig – der schlichte und trotzdem bezaubernde Innenraum der Kirche bietet einen romantischen Rahmen für die kirchliche Trauung. Highlights sind u.a. die bemalte Holzdecke und der prächtige Kronleuchter aus dem 18. Jahrhundert. Zurecht ist Sylt nicht nur für Urlauber ein Magnet, auch viele Brautpaare entschließen sich alljährlich auf der Insel zu heiraten. 2013 wurden 718 Ehen auf Sylt geschlossen, 85% davon waren auswärtige Pärchen.

St. Severin Kirche in Sylt

© Uwe Barghaan / Wikipedia Commons

Platz 5: Friedenskirche, Potsdam

Die evangelische Friedenskirche in Potsdam befindet sich im Schlosspark Sanssouci am Friedensteich und wird jährlich von zehntausend Gästen aus aller Welt besucht. Das Gebäude ist einer frühchristlichen Basilika nachempfunden und ist umgeben von einer Klosterähnlichen Anlage. Auf Grund ihres außergewöhnlichen Designs und der romantischen Lage im Schlosspark Sanssouci ist die Kirche sehr beliebt bei Hochzeitspaaren.

Wer hier heiratet, tritt in berühmte Fußstapfen: So haben sich hier bereits Georg Friedrich Prinz von Preußen und Sophie Prinzessin von Isenburg oder auch Wörterbuch-Verleger Dr. Florian Langenscheidt und seine Frau Miriam den Segen für ihre Ehe geben lassen.

Friedenskirche in Potsdam

© Friedenskirchgemeinde Potsdam

Platz 6: Hauptkirche St. Ludwig, Darmstadt

Auch als das hessische Pantheon bekannt, ist die St. Ludwig Kirche die katholische Hauptkirche von Darmstadt. Ihre markante Kuppel erhebt sich an exponierter Stelle oberhalb des Stadtzentrums am Ende der boulevardartigen Wilhelminenstraße und steht als Wahrzeichen Darmstadts Besuchern, Touristen und natürlich Hochzeitspaaren offen. Doch nicht nur durch ihre ungewöhnliche äußere Erscheinung fällt diese Kirche auf. Auch der Innenraum ist durch die kräftigen Rot- und Blautöne von Kuppel und Wänden sehr beeindruckend gestaltet und bietet damit einen stilvollen und besonders feierlichen Rahmen für eine kirchliche Trauung.

Hauptkirche St. Ludwig in Darmstadt

© Andreas Praefcke / Wikipedia Commons

Platz 7: Marienkapelle, Wülferode

Durch den Fachwerkstil ist die Marienkappelle ein Kleinod unter den Kirchbauten in der Region. Noch heute prägen die Kapelle und die auf den Kirchenbau ausgerichteten Hofanlagen den Charakter des Dorfes ganz entschieden. Romantik pur also für jede kirchliche Trauung. Im Jahr 1474 wurde das erste Mal eine Marien-Kapelle auf dem Wülferoder Hof urkundlich erwähnt. Die heutige Kapelle wurde im Jahre 1756 im Fachwerkstil errichtet, und ist damit die Nachfolgekapelle des mittelalterlichen Baus. Von 2005 bis 2006 wurde die Kapelle aufwendig restauriert und bietet Platz für rund 100 Hochzeitsgäste.

Kapelle auf dem Wülferoder Platz in Wülferode (Hannover)

© Losch / Wikipedia Commons

Idyllisch am Starnberger See gelegen ist diese Kirche ein kostbares Kleinod unter den Sakralbauten und bietet einen schönen Rahmen für eine Hochzeit. Die Kirche wurde 1382 im gotischen Stil erbaut und ist sowohl von außen als auch von innen ein Highlight unter den Sakralbauten dieser Zeit. Die Pfarrgemeinde gilt als sehr gastfreundlich und liberal, auswärtige Pärchen sind herzlich willkommen. Nach Absprache sind auch konfessionsübergreifende Trauungen und sogar freie Trauungen (Segensfeiern) mit christlichem Hintergrund möglich. Die Kirche eignet sich vor allem für Trauungen mit kleineren bis mittelgroßen Hochzeitsgesellschaften und bietet auf Grund der Lage auch wunderschöne Motive für Hochzeitsfotos.

Hofmarkskirche Bernried

© Bbb / Wikipedia Commons

Platz 9: Theatinerkirche, München

Einmal fühlen wie bei einer Märchenhochzeit, so oder so ähnlich ergeht es Heiratswilligen, die die imposante Theatinerkirche in München für ihren großen Tag ausgewählt haben. Die katholische Stiftskirche St. Kajetan in München war Hof- und zugleich Ordenskirche des Theatinerordens und liegt am Odeonsplatz im Herzen der Stadt. Sie gilt als eine der schönsten Kirchen Münchens und bietet vor allem für große Hochzeitsgesellschaften ein stilvolles Ambiente. Dominic Stoiber hat es vorgemacht: Der Sohn von Dr. Edmund Stoiber und seine langjährige Freundin Melanie Wiegand gaben sich 2008 in der Theatinerkirche das Ja-Wort.

Theatinerkirche in München

© Petra Dirscherl / pixelio.de

Platz 10: St. Canisius Kirche, Berlin

Wer zeitgemäß heiraten möchte, der ist in der St. Canisius Kirche in Berlin genau richtig. Die katholische Kirche in Berlin-Charlottenburg fällt besonders durch ihre moderne Architektur auf. Namhafte Künstler wie Guy Charlier und Jo Achermann waren maßgeblich an der Gestaltung des Innenraums beteiligt. Überraschend für viele Besucher ist die Kirche innen ein heller, lichterfüllter und erhabener Raum. An besonderen Festtagen oder Feiern werden die 11 m hohen Portaltüren geöffnet, sodass die Versammelten direkt ins Freie zum Kirchvorplatz gelangen. Die Kirche bietet einen sicherlich außergewöhnlichen und modernen Rahmen für eine Trauung. Die variable Bestuhlung ist sowohl für kleinere als auch sehr große Hochzeitsgesellschaften geeignet (maximal 230 Personen).

St. Canisius Kirche in Berlin

© Harald Rossa / Wikipedia Commons

Außergewöhnlichste Orte für die Eheschließung

Platz 1: Wuppertaler Schwebebahn

Wer verliebt ist, schwebt bekanntlich auf Wolke Sieben. Manche Heiratswillige nehmen diesen Ausspruch ganz genau und schweben im wörtlichen Sinne ins Eheglück. Genau das kann man nämlich in der berühmten Wuppertaler Schwebebahn tun. Im Kaiserwagen, so genannt, weil einst Kaiser Wilhelm II. mitsamt seiner Gemahlin Auguste Viktoria darin durchs Wupper-Tal schwebte, dauert die romantische Fahrt für Gäste und Brautpaar ca. 1 Stunde. Für das Ja-Wort hält der Kaiserwagen natürlich für einige Minuten auf freier Strecke an. Um diese Erlebnishochzeit wirklich perfekt zu machen, stehen der Hochzeitsgesellschaft sogar ein eigener Zugführer und ein Zugbegleiter zur Verfügung.

Wuppertaler Schwebebahn

© JuergenG / Wikipedia Commons

Platz 2: Garten der Sinne, Merzig

Unter freiem Himmel, inmitten eines wunderschön romantischen Gartens kann man sich in Merzig im Garten der Sinne das Ja-Wort geben. Elf aufeinanderfolgende Gartenzimmer sind auf 20.000 m² zu entdecken. Besonders beliebt bei den Brautpaaren ist natürlich der Rosengarten, der durch seine Vielfalt an Rosensorten und den farblich abgestimmten Staudenunterpflanzungen besticht und damit eine einmalige Kulisse für tolle Erinnerungsfotos bietet. Bei schönem Wetter bietet der Garten je nach Wahl des Themas ausreichend Platz auch für sehr große Hochzeitsgesellschaften. Wenn das Wetter nicht mitspielt, können zumindest kleinere Hochzeitsgesellschaften in den romantischen Pavillon ausweichen. Geheiratet werden kann ab 1. Mai bis einschließlich 30. September.

Garten der Sinne in Merzig

© Saarschleifenland Tourismus GmbH

Platz 3: Feengrotten, Saalfeld

Heiraten unter Tage, für viele Verliebte ist das undenkbar. Wer jedoch einmal in den Saalfelder Feengrotten war, wird seine Meinung ganz schnell ändern, genauso, wie durchschnittlich 100 Brautpaare, die sich jährlich hier das Ja-Wort geben. Nach der Wiederentdeckung des alten Bergwerkes wurden die heutigen Feengrotten bereits 1914 als Schaubergwerk eröffnet und 1993 sogar als „farbenreichste Schaugrotten der Welt“ ins Guinness-Buch der Rekorde aufgenommen. Seit mehr als 10 Jahren bietet die faszinierende Kulisse des ehemaligen Alaunschieferbergwerks auch einen exklusiven Rahmen für eine standesamtliche Trauung im Märchendom, dem beeindruckendsten Teil der Feengrotten. Romantische Musik und Kerzenschein unterstreichen zusätzlich die einzigartige Atmosphäre.

Feengrotten in Saalfeld

© Saalfelder Feengrotten und Tourismus GmbH

Platz 4: Windmühle, Remels

Wer den Bund fürs Leben im Herzen Ostfrieslands schließen möchte, wird sich in der über 200 Jahre alten Windmühle im Örtchen Remels sehr wohl fühlen. Die historische Windmühle, es handelt sich um einen zweigeschossigen Galerie-Holländer, wurde 1803 erbaut und ist eine von noch drei erhaltenen Windmühlen in der Gemeinde. Wo bis 1958 der Müller das Mehl mahlte, können sich heute im 1. Obergeschoss in einer rustikalen und romantischen Umgebung Brautpaare das Ja-Wort geben. Die nostalgische Atmosphäre der Galeriemühle gibt der Zeremonie eine ganz besondere Note. Mehr als 30 Paare entscheiden sich jährlich, sich in diesem besonderen Ambiente trauen zu lassen. Zahlreiche Eheleute reisen von weiter weg an, so z.B. 2009 auch ein Pärchen aus Mexiko.

Windmühle in Remels

© Anne Bermüller / pixelio.de

Platz 5: Sababurg, Hofgeismar

Wer auf der Sababurg heiratet, der fühlt sich sicherlich wie im Märchen und das nicht nur wegen ihres Spitznamens. Die ursprüngliche „Zappaborgck“ entstand ab 1334 zum Schutz der Pilger eines nahen Wallfahrtsortes. Seit 1959 beherbergt sie u.a. ein Hotel. Auf Grund der Lage im nordhessischen Reinhardswald, dem Schauplatz zahlreicher Sagen und Grimmscher Märchen, wird die Sababurg im Volksmund auch Dornröschenschloss genannt. Eine Hochzeit hier ist etwas ganz Besonderes, hat man doch die Wahl zwischen zahlreichen romantischen Trauorten: dem barocken Lavinia-Salon, dem mittelalterlichen Gewölbekeller, dem Burggarten zur Rosenblüte und der Palas-Ruine in Sommer-Vollmond-Nächten. Einmalig ist sicherlich auch das exklusiv von Künstler Alfons Holtgreve gestaltete Stammbuch.

Sababurg Hofgeismar

© Jens Kühnemund / pixelio.de

Platz 6: Kampenwand, Chiemgau

In 1.500 Metern Höhe erwartet das Brautpaar ein außergewöhnliches Ambiente für die Trauung und Hochzeitsfeier auf der Sonnenalm, mit herrlichem Blick über die Chiemgauer Seen und Berge. Nicht nur unter passionierten Alpinisten, Kletterern und Bergsteigern ist diese Erlebnistrauung in luftiger Höhe sehr beliebt – jedes Jahr streben Heiratswillige aus ganz Deutschland zur Kampenwand um sich auf dem Berggipfel der Chiemgauer Alpen standesamtlich trauen zu lassen. Besonderes Highlight ist die gewidmete Wiese, auf der man bei entsprechendem Wetter auch unter freiem Himmel „Ja“ sagen kann. Wer eine große Hochzeitsfeier plant: Hochzeitsgesellschaften von bis zu 250 Personen sind möglich.

Kampenwand Chiemgau

© Rabiator larry / Wikipedia Commons

Platz 7: Wasserturm, Eppelheim

Seit dem 07. Juli 2007 gibt es im Wahrzeichen Eppelheims, dem über 100 Jahre alten Wasserturm, ein neues, außergewöhnliches Trauzimmer − und zwar im Halbrund der ersten Ebene. Über dem Hasenmuseum gilt es über eine Wendeltreppe 50 Stufen zum Glück zu überwinden. Das Innere des Turms hat durch die vielen offenen Treppenstufen, Rohre und Leitern und Messuhren unter der Kuppel einen ganz besonderen Charme. Wenige, schmale Fenster geben genügend Licht, um das helle Innere des Turms zu erleuchten. Schwindelfrei sollten Brautpaar und Gäste allerdings sein, denn es geht über viele Stufen sehr hoch.

Wasserturm in Eppelheim

© 4028mdk09 / Wikipedia Commons

Platz 8: Schokoladenmuseum, Köln

Das Sprichwort „Liebe geht durch den Magen“ bekommt bei einer Trauung im Schokoladenmuseum in Köln eine ganz neue Bedeutung. Die Empore der Bel Etage ist seit dem Jahr 2006 offizielles Trauzimmer der Stadt Köln. Vor beeindruckender Kulisse mit romantischem Blick auf den Kölner Dom kann man sich im Museum trauen lassen. Wer möchte kann sich sogar direkt am berühmten Schokoladenbrunnen das Ja-Wort geben. Heute zählt das offizielle Trauzimmer des Schokoladenmuseums zu den beliebtesten Kölner Trauorten außerhalb des Rathauses. Dieser süßen Versuchung kann man eben nicht widerstehen.

Schokoladenmuseum in Köln

© Raimond Spekking / Wikipedia Commons

Platz 9: Oldtimer-Bus, Zwenkau

Flexibilität in der Wahl des Trauorts bietet ein ganz besonderes Angebot des Standesamtes Zwenkau, nämlich ein rollendes Trauzimmer. In einem Oldtimer-Bus kann man sich nicht nur das Ja-Wort geben, sondern gleichzeitig überall in Zwenkau heiraten. In dem kleinen Städtchen mit knapp 9000 Einwohnern, idyllisch gelegen am Landschaftsschutzgebiet „Elsteraue“ in der Leipziger Tieflandsbucht, findet sich bestimmt für jedes Brautpaar das geeignete Plätzchen zu finden, um in nostalgischer Atmosphäre zu heiraten. Eine ebenso schöne Tradition ist auch das gemeinsame Anzünden einer Hochzeitskerze.

Oldtimer-Bus in Zwenkau

© Standesamt Zwenkau

Platz 10: Fischkutter Tümmler, Insel Fehmarn

Mit Blick auf die Ostsee und einer frischen Brise lässt es sich auf der wunderschönen Insel Fehmarn heiraten. Ein ganz besonderes Trauzimmer befindet auf dem Fischkutter Tümmler, einem der letzten traditionell aus Holz gefertigten Fischkutter. Eigner ist Kapitän Gunnar Gerth-Hansen, der den Familienbetrieb nunmehr in 4. Generation betreibt. Seit 2004 gibt es die Möglichkeit bei einer Fahrt auf die Ostsee standesamtlich zu heiraten, was auch 152 Paare bereits getan haben. Besonders romantisch ist die Tradition des „Hochzeitssteinversenkens“, bei der das Brautpaar einen Stein gemeinsam im Meer versenkt und eine kleine Urkunde mit der „Versenkposition“ erhält.

Fischkutter Tümmler auf der Insel Fehmarn

© Gunnar Gerth-Hansen