>Wichtige Anschaffungen vor der Geburt eines Babys – darauf ist zu achten
Wichtige Anschaffungen vor der Geburt eines Babys – darauf ist zu achten 2017-02-08T15:00:15+00:00

Wichtige Anschaffungen vor der Geburt eines Babys – darauf ist zu achten

737.000 – so viele Kinder wurden im Jahr 2015 geboren. Das Statistische Bundesamt führt nicht nur Buch zur absoluten Zahl der Neugeborenen in Deutschland. Auch Fakten und Zahlen rund um die Geburten werden erfasst. So kamen im Betrachtungszeitraum 2015 auf jede Frau – zumindest in der Statistik – 1,50 Kinder. Biologisch unmöglich zeigen die Zahlen aber einen Trend: In Deutschland kommen wieder mehr Kinder zur Welt. Für die frischgebackenen Eltern ist das Wunder der Geburt aufregend und beängstigend zugleich. Schließlich erblickt nicht nur neues Leben die Welt. Eltern übernehmen ab jetzt über Jahre Verantwortung.

Dieser Aspekt tritt nur selten in den Vordergrund. Die Verantwortung für den Nachwuchs beginnt aber nicht erst mit der Entbindung. Bereits Wochen und Monate vor dem errechneten Geburtstermin laufen in Familien die Vorbereitungen. Eltern, die ihr zweites oder drittes Kind erwarten, haben bereits eine gewisse Routine. Wo das erste Kind erwartet ist, mischt sich in die Aufregung und Erwartung die Frage: Was brauchen wir für den Nachwuchs eigentlich? Wer sich die Zeit nimmt und Babyfachmärkte mit offenen Augen betritt, ist überrascht, was heute werdende Eltern – zumindest in den Augen der Hersteller – so alles brauchen.

Abbildung 1: eine Schwangerschaft ist stets etwas ganz Besonderes – doch wird auch eine gewisse Vorbereitung benötigt, um bei der Geburt alles zusammen zu haben.

Abbildung 1: eine Schwangerschaft ist stets etwas ganz Besonderes – doch wird auch eine gewisse Vorbereitung benötigt, um bei der Geburt alles zusammen zu haben.

Einrichtung des Kinderzimmers

Kinder- und Stubenwagen, Buggy, Kinderbett und Babyschale – Eltern wollen am liebsten alles auf einmal. Schließlich soll der Haushalt auf alle Herausforderungen, die der Familienzuwachs mit sich bringt, vorbereitet sein. Prinzipiell gilt – und zwar für alle Lebens- und Alltagsbereiche – für die Erstausstattung eine gehörige Portion gesundes Augenmaß.

Nicht jeder Artikel, den Fachmärkte und Hersteller anpreisen, ist in den ersten Wochen und Monaten wirklich zu gebrauchen. Beispiel Babykostwärmer: Regelmäßig in Listen zur Erstausstattung zu finden, wird der Kostwärmer meist erst mit der Umstellung vom Stillen zum Brei gebraucht. Die an dieser Stelle häufiger empfohlene Nutzung des Kostwärmers fürs Warmhalten der Milch (etwa wenn nicht mehr voll gestillt wird) sollten sich Eltern genau überlegen. Zu langes Warmhalten kann das Keimwachstum fördern.

Unbedingt ins Babyzimmer gehören:

  • Baby-/Kinderbett
  • Wickelkommode
  • Schrank/Kommode
  • Wärmestrahler.

Das Bett ist im Idealfall so beschaffen, dass es dem Kind bis etwa zum dritten Lebensjahr Platz bietet – gleichzeitig aber auch für Sicherheit vor dem Herausfallen sorgt. Bereits vor dem ersten Geburtstag wird der Nachwuchs mobil und will auch selbständig die Umwelt entdecken.

Das Thema Wickelkommode lässt sich auch mit einem Aufsatz für bestehende Kommoden/Unterschränke erledigen. Wichtig: Da Babys auf Temperaturschwankungen empfindlicher als Erwachsene reagieren, sollte der Wärmestrahler die Wickelmöglichkeit beheizen können. Schrank oder Kommode sorgen für Stauraum von:

  • Strampler
  • Windeln
  • Kapuzenhandtuch etc.

Punkte wie Spieldecke oder ein Kleinkind-Mobile können Eltern in der „ruhigen“ Phase vor der Geburt gern schon abhaken. Allerdings sind diese Anschaffungen für das Baby vorerst nicht interessant, da Spielzeug erst nach einigen Monaten Verwendung findet. Aufgrund dieser Tatsache soll dieser Bereich beim Thema Erstausstattung ausgeklammert werden.

Wäsche für das Baby

Das Thema Babybekleidung lässt sich mindestens genauso weit ausdehnen wie die Einrichtung des Babyzimmers. Prinzipiell ist Eltern zu empfehlen, sich hier bezüglich der Kleidergröße eher etwas nach oben zu orientieren. Ein Baby der Größe 52 passt auch in Strampler Größe 54. Umgekehrt wird es eher etwas schwierig.

Ob Bodys kurt- oder langärmelig sind, richtet sich nach der Jahreszeit. Im Winter sind beispielsweise Bodys langärmelig. Im Sommer können diese kurz ausfallen. Entsprechende Grundregeln gelten für Mützchen oder den Babyoverall. Dicke von Schlafsack und Schlafanzug müssen ebenfalls zur Jahreszeit passen.

Grundsätzlich gehören in die Erstausstattung:

  • Bodys (zwischen 5 bis 8 Stück, je nach Saison)
  • mehrere Strampler
  • Strumpfhosen/Söckchen (nach Saison)
  • Mützchen (1 bis 2)
  • Babyoverall oder Jäckchen
  • Schlafanzug

Pflege und weitere wichtige Dinge

Was braucht ein Baby in den ersten Wochen sonst noch? Ein wichtiger Punkt betrifft Pflege und Hygiene. Hier ist die Palette der angebotenen Produkte unüberschaubar. Essenziell sind auf jeden Fall Cremes für den Intimbereich – gegen das Wundsein. Hier sollte die Präferenz klar auf natürlichen Produkten ohne Zusätze liegen.

Des Weiteren sind Pflegeprodukte gegen trockene Haut sowie Wind-und-Wetter-Creme sicher nicht die schlechteste Idee. Unbedingt muss der Blick hier aber zu den Inhaltsstoffen gehen. Zur Pflege laut moms.de gehören auch:

  • Badewanne
  • mehrere Kapuzenhandtücher
  • Waschlappen

Letzteres wird zum Temperieren des Badewassers benutzt. Auf Badezusätze, wie sie Heranwachsende/Erwachsene nutzen, wird hier noch verzichtet.

Tipp: Babys leiden des Öfteren unter Bauchweh. Als Hausmittel ist Kümmelöl bei erfahrenen Eltern – zusammen mit einem Kirschkernkissen – äußerst beliebt.

Die Liste der Produkte für die Erstausstattung lässt sich nicht erweitern. Wer will, kann das Kind tagsüber in einen Stubenwagen legen. Ein Tragetuch erleichtert den Alltag der frischgebackenen Mutter ungemein. Inzwischen werden hier sogar recht einfach zu handhabende Alternativen angeboten. Und noch etwas bewährt sich – spätestens nach einigen Wochen bis Monaten: Die Spieluhr.

Wichtig: Kinder – und damit auch Babys – sind heute im Auto mit unterwegs. Eltern dürfen den Nachwuchs aber nur in entsprechenden Rückhaltevorrichtungen mitnehmen. Für Babys sind in den ersten 15 Lebensmonaten ausschließlich rückwärtsgerichtete Babysitze/Babyschalen zugelassen. Verstöße gegen die Verkehrsvorschriften (StVO) ziehen ein Bußgeld – und im schlimmsten Fall Punkte in Flensburg – nach sich.

Abbildung 2: eine kleine Babybadewanne gehört zur Grundausstattung für die Kleinen – diese erhöht die Sicherheit und ist auch als Einsatz für die herkömmliche Badewanne erhältlich.

Abbildung 2: eine kleine Babybadewanne gehört zur Grundausstattung für die Kleinen – diese erhöht die Sicherheit und ist auch als Einsatz für die herkömmliche Badewanne erhältlich.

Fazit: Vor der Geburt an die Erstausstattung denken

Eltern stehen mit der Geburt ihres ersten Kindes vor einem neuen Lebensabschnitt. Und dieser hält neben der Freude über die Geburt auch ein hohes Maß an Verantwortung bereit. Die ersten Schritte in diese Richtung beginnen mit der Einrichtung des Babyzimmers und der Suche nach der Erstausstattung. Letztere umfasst vom Sauger bis zum Strampler alles, was ein Neugeborenes braucht. Ohne Erfahrung sind, junge Eltern schnell überfordert. Dabei muss klar zwischen jenen Produkten unterschieden werden, die wirklich gebraucht werden – und die Händler gern verkaufen. Angehende Eltern nehmen sich am besten ausreichend Zeit, um die Ankunft des neuen Familienmitglieds vorzubereiten. Dies spart später Stress und sorgt für ruhigere erste Tage!

Bildquellen:

Abbildung 1: @ Profile (CC0-Lizenz) / pixabay.com
Abbildung 2: @ boof623 (CC0-Lizenz) / pixabay.com