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Rollenverteilung: Ein Guide zu den Hochzeitsakteuren 2017-11-10T14:16:07+00:00

Rollenverteilung: Ein Guide zu den Hochzeitsakteuren

Tadamtadam, tadamtatam…eine Hochzeit steht an? Ein Grund zur großen Freude. Wenn zwei Menschen sich das Ja-Wort geben und den Lebensweg gemeinsam beschreiten wollen, ist das ein Anlass zum Feiern. Und Feiern wollen geplant sein – zumal die Hochzeit im Idealfall schließlich der „Tag aller Tage“ werden soll.

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Ein Brautpaar hat nach einem Antrag ganz schön viel zu planen und zu tun – die reine Vorfreude beflügelt natürlich, dennoch gibt es einiges zu beachten, wenn die Hochzeit geplant wird. Deswegen ist es umso wichtiger, sich Hilfe zu holen. Jeder Akteur hat dabei ganz eigene Qualitäten und Aufgaben, mit denen er betraut werden kann. Dass diese Rollenverteilung bei Braut, Bräutigam und der Trauzeugin nicht aufhört, ist beinahe klar. Auch die Eltern spielen eine wichtige Rolle, die Kinder vielleicht – wenn nicht zumindest die der Gäste – und natürlich die geladenen Gäste selbst. Was es dabei mit jedem Akteur auf sich hat und wer am besten für die Rollen geeignet ist, gibt’s hier im Überblick.

 

FIRST THINGS FIRST: BRAUT UND BRÄUTIGAM

Die Hauptpersonen einer Hochzeit sind natürlich die, um die es den ganzen Tag und das ganze Leben danach gehen wird: Braut und Bräutigam. Und ja – wer hätte es geahnt – diesen beiden kommen ganz spezielle Aufgaben zu, wenn es um die Planung, die Vorbereitung und schließlich das Hochzeitsfest selbst geht. Schließlich müssen sie wissen, wie sie ihren Eintritt in das Eheleben feiern möchten, welche Vorstellungen sie haben und auch, welches Budget dafür vorhanden ist. Abgesehen davon sollten die zukünftigen Eheleute natürlich ganz genau zueinander passen, damit das mit der Hochzeitsplanung auch nicht für die Katz ist und einer der beiden am Ende allein vor dem Traualtar steht.

Drum prüfe wer sich ewig bindet…

Friedrich Schiller gab mit seinem oft zitierten Gedicht „Drum prüfe wer sich ewig bindet“ eine kleine Anleitung für die Hochzeitsanwärter mit und wirft Fragen auf, die Braut und Bräutigam doch vor der Hochzeit geklärt haben sollten:

…denn wo das Strenge mit dem Zarten,
Wo Starkes sich und Mildes paarten,
Da gibt es einen guten Klang.

Heißt so viel wie: Gegensätze ziehen sich an, sorgen für einen Spannungspunkt, aber genauso für eine feine Ergänzung, einen Mittelweg – den guten Klang. Wichtig dabei: Die wirklich zentralen Punkte zwischen den Brautleuten sollten dennoch stimmen, schließlich geht es um einen lebenslangen Bund.

Drum prüfe, wer sich ewig bindet,
Ob sich das Herz zum Herzen findet!
Der Wahn ist kurz, die Reu ist lang.

Und dieser will gut geprüft sein. Wenn die Liebe nicht dauerhaft hält sondern es sich nur um eine kurze vorübergehende Verliebtheit – einen Wahn – handelt, dann wird es eine lange Reue nach sich ziehen, übereilt geheiratet zu haben. Heißt: Reicht die Liebe für ein ganzes Leben? Wird die Reue nicht einziehen, wenn die ersten Jahre ins Land gestrichen sind? Natürlich kann man sich dabei nie sicher sein, aber eine gewisse Basis sollte schon da sein, die Liebe sollte stimmen, sowie die Kernpunkte der Herzenswünsche, damit der liebliche Klang nicht gestört wird.

Lieblich in der Bräute Locken
Spielt der jungfräuliche Kranz,
Wenn die hellen Kirchenglocken
Laden zu des Festes Glanz.

Das gilt es auch am Hochzeitstag nicht zu vergessen, wenn die Braut in ihrem besonders zurechtgemachten Haar einen Kranz trägt – wahlweise auch einen Schleier, einen Faszinator oder ein kleines Hütchen. Die Äußerlichkeiten mögen hinreißend sein, dennoch gilt es nicht zu vergessen: Das Bündnis ist nicht nur für einen Tag sondern ein Leben lang. Genauso reizend mag das Feste einer Hochzeit sein, aber der wahre Grund ist doch immer, zwei Herzen für immer miteinander zu verbinden.

Ach! des Lebens schönste Feier
Endigt auch den Lebensmai,
Mit dem Gürtel, mit dem Schleier
Reißt der schöne Wahn entzwei.
Die Leidenschaft flieht!
Die Liebe muß bleiben,
Die Blume verblüht,
Die Frucht muß treiben…

Schiller weist effektvoll daraufhin, wie mit der Hochzeit auch die Zeit der größten Wonne im Leben vorbei sei. Spätestens nach der Hochzeit, wenn alle Festivitäten beendet sind, beginnt das wahre Leben. Mit der Zeit verfliegt die anfängliche Leidenschaft, spätestens, wenn die Schönheit mit der Zeit dahin welkt und es nicht mehr die Äußerlichkeiten sind, die zusammen halten. Die Liebe muss dennoch gedeihen und die Eheleute zusammen halten.

Nun sind heutige Ehen meist besser durchdacht und ausgetestet als noch zu Schillers Zeiten zwischen 1759 und 1805. Die Brautleute leben häufig schon zusammen oder haben zumindest mehrere Jahre miteinander verbracht, bevor es zur Trauung geht. Dennoch erinnert es auch heute noch daran, gut über diese Entscheidung nachzudenken und zu überlegen, was denn eigentlich nach einer Hochzeit kommt – das Fest mag nämlich verlockend sein, der Gedanke das ganze Leben und auch das Alter miteinander zu verbringen, ist dennoch von tieferer Bedeutung und Größe als das nun so scheinen mag.

Nun ist der Antrag gemacht und die Hochzeit steht an – ein Grund zur Freude, denn die Bald-Eheleute haben sich damit für ehetauglich befunden. Das Fest der beiden soll dann ein besonderes werden, was viel Planung und viele Aufgaben mit sich bringt. Das sind die ihren:

Die ganz eigenen Aufgaben

Im Zentrum des Tages stehen natürlich die Brautleute – und um sie herum soll möglichst alles so ablaufen, wie sie sich das für ihren großen Tag immer ausgemalt haben. Dabei haben zunehmend die Frauen das Zepter in der Hand, die schon lange überlegt haben, wie sie sich die Hochzeit vorstellen. Ein Traum in Weiß? Prinzessinnenkleid und Kutsche? Oder doch im Vintage-Look mit viel Liebe zum Detail? Es ist wichtig, diese Vorstellungen auch klar zu äußern, aber dennoch Kompromisse einzugehen wenn es nötig wird. Oft spielt das Budget dabei nicht mit, denn selbst eine recht unaufwendige Hochzeit geht schon einmal auf 10.000 bis 15.000 Euro zu. Dabei immer im Blick behalten: Es geht nur um das Brautpaar, nicht darum, möglichst viel Eindruck bei den Gästen zu schinden.

Das Budget sollte entsprechend im Vorfeld festgelegt werden, häufig steuern die Eltern der Brautleute etwas hinzu, das muss aber nicht mehr zwangsläufig so sein. Genau so gilt es, eine entsprechende Gästeliste anzufertigen: Wer darf auf der Hochzeit nicht fehlen, wo wird die Grenze gesetzt? Auch die Antworten auf diese Fragen wirken sich direkt auf das Budget aus. Eine ausgeklügelte Listenführung zu allen Bereichen der Hochzeit bietet sich von vornherein an, damit es auch möglich ist, einen Überblick zu behalten und nicht irgendwo in der Planung die Schnüre des ganzen aus den Händen gleiten zu lassen. Online lassen sich viele Anleitungen finden, die beispielsweise im 12 Monats Countdown alle Aufgaben gliedern, die zu einer gewissen Zeit zu erledigen sind. Das verschafft einen guten Überblick über die Bereiche, die es abzudecken gilt.

Stets zu bedenken: Die Brautleute stehen im Mittelpunkt des Ganzen und sind auch die, die am Ende dafür sorgen sollen, dass alles in geordneten Bahnen verläuft. Zwar können im Laufe der Hochzeitsvorbereitungen spezifische Aufgaben und Aufgabenbereiche abgegeben werden, dass diese auch erledigt werden sollte dennoch hier und da sichergestellt werden, genauso natürlich, dass alles nach den eigenen Vorstellungen läuft.

 

DIE TRAUZEUGEN

So geht es gleich auch mit den Personen weiter, die die zweitwichtigste Rolle bei der Organisation übernehmen und auch bei einem großen Teil der Planung unterstützend einwirken können. Die Trauzeugen sind im besten Fall Menschen, die den Eheleuten ganz nahe stehen und auch in ihrer Ehe schließlich eine wichtige Rolle spielen werden. Das können gemeinsame Freunde sein, aber auch Geschwister oder Sandkastenfreunde, die vor allem zu einem der beiden eine ganz besondere Bindung haben und das Brautpaar gut kennen. Darüber hinaus ist nicht ganz unerheblich, dass sie tatsächlich ein klein wenig Organisationsgeschick mitbringen sollten, um ihre Rolle auch gebührend zu erfüllen:

Die Trauzeugin

Die Trauzeugin spielt traditionell die drittwichtigste Rolle bei einer Hochzeit und bezeugt – zusammen mit dem Trauzeugen – die Eheschließung mit ihrer Unterschrift. Diese ist heute zwar nur noch bei der katholischen Kirche wirklich gefordert, wird aber dennoch häufig als Freundschaftsbeweis und Schützenhilfe für das Brautpaar benannt. Schließlich wird auch hier gewissermaßen ein Bund bekräftigt und dafür gesorgt, dass auch nach der Hochzeit immer ein Ansprechpartner rund um eheliche Fragen zur Stelle ist.

Die Trauzeugin übernimmt außer der beratenden Funktion auch eine wichtige Rolle bei der Hochzeitsplanung und -vorbereitung. So unterstützt sie das Brautpaar wo sie kann, führt Gespräche mit beiden, um zu erfahren, wie sie sich die Hochzeit wünschen, sucht mit der Braut das Kleid aus, organisiert einen Junggesellinnenabschied und ist eine wichtige Ansprechpartnerin für die Gäste, die das Brautpaar somit entlastet. Um diese Aufgaben auch zufriedenstellend erfüllen zu können, ist es wichtig, dass die Braut ihr auch deutlich macht, welche Funktion sie bis zu und bei den Feierlichkeiten übernehmen soll. Als Trauzeugin benannt zu sein, ist zwar eine Ehre, genauso aber auch eine Pflicht, die erfüllt werden will.

Es lohnt sich deshalb gut darauf zu schauen, wer sich für diese Rolle eignet. Natürlich spielt auch die Freundschaft eine wichtige Rolle, dennoch ist ein wenig Organisationstalent und Respekt gegenüber den Wünschen der Braut durchaus von Vorteil. Ebenso sollte sie ehrlich und konstruktiv beraten, wenn es um die Kleiderwahl, aber auch um Dekoration und Location-Suche geht.  Sie sollte in der Lage sein, von Gästen vorgeschlagene Spiele einzuschätzen und den Überblick über die Hochzeitsplanung zu behalten, der den Brautleuten häufig irgendwann dann doch flöten geht. Und auch kleine Überraschungen ihrerseits, kleine Basteleien oder eine Rede an der Hochzeit, sollten dazugehören. Alles natürlich immer in Absprache oder zumindest im Sinne der Brautleute oder mindestens mit der Braut – denn diese stehen nach wie vor im Fokus des Tages, die Trauzeugen ziehen lediglich die Fäden im Hintergrund. Auch dazu bietet sich das Führen einer Liste an, so dass die Braut stets bei der Planung begleitet werden kann und sichergestellt wird, dass bei der Organisation nichts durch die Lappen geht.

Die Brautjungfern

Schützenhilfe für die Trauzeugin bieten in manchen Fällen noch Brautjungfern – eine Tradition, die so vor allem aus früheren Zeiten kommt, aber nun immer öfter wieder genutzt wird. So werden weitere wichtige Personen aus dem Leben der Braut beziehungsweise des Bräutigams als Brautjungfern benannt, so dass am Ende ein ganzes Team der Unterstützung entsteht. Häufig sind es zwei bis vier Brautjungfern, aber auch bis zu acht Stück finden Platz in der Hochzeitsrunde. Diese sind traditionell nicht verheiratet, begleiten die Braut zusammen mit der Trauzeugin durch die Vorbereitungen und die Hochzeit selbst und bieten ihre tatkräftige Unterstützung an, wo es nur geht.

Mit mehreren Brautjungfern wird häufig eine Bridal Shower Party gefeiert, bei der dann gemeinsam Power-Planning betrieben wird und in gemütlicher Atmosphäre die Details der Hochzeit durchgegangen werden. Wie die Trauzeugin übernehmen sie dann kleine Aufgaben rund um die Hochzeit und bringen jeweils ihre eigenen Fähigkeiten ein. Allerdings nehmen auch sie sich zurück und fungieren eher unterstützend – der Mittelpunkt des großen Tages gehört schließlich ganz allein der Braut. Ihren Wünschen zu entsprechen –  dazu gehört es auch eventuell nicht dem eigenen Geschmack entsprechende Kleider zu tragen, die allerdings dem Farbschema der Hochzeit entsprechen und von der Braut ausgewählt wurden. Dennoch ist es natürlich ein Beweis für die Freundschaft und die wichtige Rolle im Leben der Braut – auch diese sollten also mit einem gewissen Ehrgefühl getragen werden.

Der Trauzeuge

Das männliche Pendant zur Trauzeugin ist der Trauzeuge, der Best Man des Bräutigams. Er nimmt ähnlich wichtige Aufgaben wie die Trauzeugin wahr und begleitet das Paar durch die Planung, Vorbereitung und die Hochzeit selbst, hält Reden und organisiert kleine Überraschungen, ist Ansprechpartner für Gäste und Servicepersonal. Ebenso führt er häufig durch die Hochzeit und übernimmt die Rolle des Zeremonienmeisters, der den Zeitplan im Auge hält und dafür sorgt, dass alles zur rechten Zeit kommt.

Der Trauzeuge bestätigt die Eheschließung ebenfalls mit seiner Unterschrift und nimmt damit natürlich einen speziellen Platz bei den Hochzeitsfeierlichkeiten, aber auch danach im Leben der Eheleute ein. Er ist traditionell der beste Freund des Bräutigams, häufig auch ein Verwandter von ihm oder der Braut. Bei der Eheschließung hat traditionell er die Ringe dabei und reicht sie im richtigen Moment – heutzutage übernimmt das aber häufig auch ein Ringträger als Pendant zu den Blumenmädchen oder auch ein Kind aus der Verwandtschaft.

Bei der Auswahl ist zum einen natürlich die Beziehung wichtig, allerdings sollte nicht ganz außer Acht gelassen werden, dass auch auf ihn Aufgaben zukommen, die es zu erfüllen gilt. Jemand, der über die Maßen schüchtern ist und absolut nicht organisieren kann, der ist in dieser Rolle eventuell nicht ganz richtig, schließlich geht es dabei viel um Kommunikation. Und das auch mit der Trauzeugin – wenn beide sich gut verstehen und miteinander arbeiten können, ist das umso besser.

Der Trauzeuge sucht außerdem mit dem Bräutigam zusammen den Hochzeitsanzug aus. Hilfreich ist es dabei, wenn vorher schon mit der Trauzeugin kommuniziert wurde und in etwa klar ist, was zum Kleid der Braut passen würde. Er kleidet sich an der Hochzeit so, dass er dem Bräutigam nicht die Show stiehlt. Es kommt sehr auf die individuellen Fähigkeiten und die Planung der Hochzeit an – letztendlich kann und darf der Trauzeuge so viel oder wenig wie möglich wie gewünscht übernehmen, so lange es in Absprache mit dem Brautpaar geschieht, ganz wie bei der Trauzeugin.

 

DIE ELTERNPAARE

Der Rest der Hochzeitsgesellschaft besteht aus Servicekräften und natürlich auch den Gästen, die sich aus Freunden, Bekannten und den Verwandten des Brautpaares zusammensetzen. Ganz besonders wichtig dabei sind die Eltern der Brautleute, die häufig ebenfalls eine besondere Rolle in Planung und Vorbereitung übernehmen. Dabei ist es wichtig, selbst den Überblick zu behalten und steuern zu können, in wie weit sich die Eltern mit einmischen dürfen und aus welchen Planungsdetails sie besser rausgehalten werden.

Dennoch spielen die Eltern des Brautpaares auch bei der Hochzeit selbst eine wichtige Rolle. Sie sitzen in der ersten Bank, stehen beim Empfang neben den Brautleuten und werden selbst beglückwünscht. Der Vater der Braut hält traditionell eine Rede und die Mutter der Braut möchte natürlich blendend aussehen – ein Anlass für das richtige Kleid.

Die Brautmutter

Für jede Mutter ist es ein besonderer Moment, wenn das Kind vor den Traualtar tritt und sich an einen Menschen bindet. Es ist wichtig, dieses dabei zu unterstützen, in der Planung mitzuhelfen und Empfehlungen und Tipps auszusprechen. So darf sie mit zum Brautkleid-Kauf gehen und auch die Locations können gemeinsam gescoutet werden. Zu viel Einmischung ist jedoch nicht gefragt, schließlich wissen Braut und Bräutigam bereits, was sie sich wünschen und wie sie sich ihre Hochzeit vorstellen. Das zu respektieren, gehört ebenso zu den Aufgaben der Brautmutter.

Auch die Mutter des Bräutigams darf ähnliche Aufgaben übernehmen und an der Planung der Hochzeit teilhaben. Beide Familien können so auch zusammen bei der Erstellung der Gästeliste mitwirken, eine Tischordnung aufstellen und beim reibungslosen Ablauf des Hochzeitstages unterstützen – sie kennen die eventuellen Tücken aus langer Gastgeber-Erfahrung und können so helfen, einige Untiefen zu umschiffen.

Einbeziehen, aber nicht stressen lassen

Die Elternpaare spielen häufig eine wichtige Rolle im Leben der Kinder, sie wollen und sollen also mit einbezogen werden, wenn es an die Hochzeit geht. Allerdings ist es für beide Seiten wichtig, sich nicht stressen zu lassen oder gar den anderen zu sehr in die Planung mit einzubeziehen. Kinder haben ihre eigenen Wünsche, die sollten respektiert werden – die Brautleute dürfen also auch den Eltern gegenüber klar äußern, welche Aufgaben sie übernehmen dürfen und welche sie anderweitig vergeben oder auch selbst erledigen möchten.

 

DIE GÄSTE

Die Gäste spielen natürlich ebenfalls eine wichtige Rolle auf der Hochzeit – sind sie doch die ausgewählten Menschen, die den großen Tag mit den Brautleuten verbringen. Diese gilt es zunächst zu benennen und auf die Hochzeit eizuschwören.

Sorgfältig einkreisen: Wer gehört dazu, wer nicht?

Dabei muss zunächst ein Kreis an Personen festgelegt werden, die kommen sollen oder nicht. Überlegungen zur Größe der Feier wirken sich immer auch direkt auf das Budget aus – das ist stets im Hinterkopf zu halten. Zunächst einmal kommen Verwandte von Braut und Bräutigam: Wo wird die Grenze gezogen und welche Verwandtschaftsgrade werden eingeladen? Ebenso ist es wichtig, im privaten Kreis richtig zu filtern, sowie unter den Kollegen. Manchmal sind Personen dabei, mit denen die Brautleute sich besser verstehen, andere hingegen bleiben eher außen vor und könnten das persönlich nehmen – das sollte ebenfalls bewusst sein.

Die Grenze sollte am Ende der gewünschten Größe der Hochzeit entsprechend gezogen werden. Einzelne Personen, über die sich Braut und Bräutigam uneinig sind – das können beispielsweise Ex-Partner aus dem Freundeskreis sein – lieber außen vor lassen als unbequeme Kompromisse einzugehen. Hier müssen jedoch beide Zugeständnisse machen. Ebenso ist mit einzurechnen, dass der ein oder andere noch ein +1 mitbringt oder gar die Kinder.

Wünsche ehrlich äußern

An diesem Punkt dürfen jedoch, wie natürlich an jedem anderen Organisationspunkt der Hochzeit auch, ganz ehrlich Wünsche geäußert werden. Passen Kinder nicht in die Wunschvorstellung der eigenen Hochzeit, ist auch dieser ein legitimer Wunsch, der den Eltern unter den Gästen gegenüber geäußert werden darf.

In diesem Fall ist jedoch Fingerspitzengefühl gefragt. Manche Eltern lehnen es kategorisch ab, auf Feiern zu gehen, wenn ihr Kind nicht mit eingeladen ist. Andere hingegen würden den Tag sicherlich auch als Paar mal wieder genießen. Es ist dennoch in jedem Fall damit zu rechnen, dass darauf eventuell die eine oder andere Absage erfolgen wird – allerdings ist die Konsequenz daraus, dass dann auch wirklich keine Kinder anwesend sind.

Auch Wünsche hinsichtlich der Geschenke, die Farben der Hochzeit und natürlich der Dresscode dürfen geäußert werden. Das bietet sich in Zusammenschluss mit der Einladung an, damit alle Gäste auch zu Hause noch einmal nachlesen dürfen, worum es geht, aber auch eine Hochzeitshomepage kann sinnvoll sein, auf der alle nötigen Infos eingesehen werden können und die Antworten auf alle Fragen gibt.

Gastgeschenke

Die Gäste werden wie üblich dann auch mit einem kleinen Gastgeschenk überrascht. Dabei gibt es viele Möglichkeiten: Die einen stellen etwas Kulinarisches für ihre Gäste her, andere verlegen sich auf etwas Praktisches für die Hochzeitsfeier selbst. Wichtig ist, dass die Gäste etwas mit nach Hause nehmen dürfen und so ein Andenken an die schöne Feier haben. Was es werden soll, dabei können sowohl die Brautleute selbst als auch die Trauzeugen überlegen und mithelfen.

 

DIE KINDER (DER GÄSTE)

Sind Eltern unter den Gästen, deren Kinder nicht explizit ausgeladen wurden, muss auch ein wenig Vorbereitung für die Kleinsten getroffen werden. Denn diese haben natürlich besondere Wünsche und müssen entsprechend betreut werden.

Besondere Gäste, besondere Vorlieben

So haben Kinder in der Regel ganz eigene Vorstellungen davon, was gutes Essen ausmacht. Ein Gala-Menü kommt selten gut an, Pommes und Süßigkeiten hingegen eher. Deswegen hilft: Bei der Planung einmal explizit an die Kleinen denken und mit Candy Bar und unkomplizierten Menübeigaben dafür sorgen, dass auch jüngere Geschmäcker nicht zu kurz kommen.

Bespaßung für einen stressfreien Tag

Ebenso lohnt sich übrigens eine Investition in eine Kinderbetreuung. Das kann ein Zauberer sein, der sich um die Bespaßung der Kleinen kümmert, oder auch eine Leseecke, wo sie sich zusammenrollen können, wenn sie müde werden. Wichtig ist, dass verschiedene Altersstufen angesprochen werden und nichts passieren kann. So ist dafür gesorgt, dass auch die Eltern etwas Ruhe kriegen und der Tag deutlich entspannter wird, wenn keine quengelnden Kinder fragen, wann es denn endlich nach Hause gehe – eine gute Betreuung ist also eine Investition, die sich lohnt.

 

LAST BUT NOT LEAST: DIE DIENSTLEISTER

Um eine Hochzeit herum ist viel zu tun. Dafür gibt es auch spezielle Dienstleister, die sich auf Hochzeiten spezialisiert haben und so mit Wissen und Erfahrung glänzen können. Wenn ein Paar sich für diese Hilfe entscheidet ist klar, dass diese auch nicht ganz billig ist – dafür wird die Feierlichkeit aber von professionellen Dienstleistern begleitet, die wissen was sie tun.

Wedding-Planner: Wenn, dann richtig

Wer die ultimative Traumhochzeit will, ohne sich Vollzeit darum kümmern zu müssen, ist bei einem Wedding-Planner an der richtigen Adresse. Es gibt einige Argumente die dafür sprechen, allerdings haben gerade kreative Paare auch Spaß daran, ihre Hochzeit selbst auszurichten und haben Spaß an den ganzen organisatorischen Aufgaben. Klar ist: Mit einem Wedding-Planner nimmt man sich jede Menge Arbeit ab, vielleicht aber auch ein wenig Spaß an der Sache.

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Fotograf: Ebenfalls ein Gast

Der Fotograf ist ein weiteres Kernstück einer jeden Hochzeit. Inzwischen haben die meisten eingesehen, dass der professionelle Fotograf unverzichtbar ist, wenn wirklich gute Bilder vom Tag aller Tage entstehen sollen. Allerdings ist nicht zu vergessen, dass auch dieser ein „Gast“ auf der Hochzeit ist. Natürlich feiert er nicht im eigentlichen Sinne mit, aber ein Sitzplatz und Verpflegung ist obligatorisch – sonst geht sowohl das Wohlgefühl als auch die Motivation im Laufe des Tages flöten. Das trifft natürlich nicht zu, wenn er nur für ein paar Stunden da ist. Bei jedem Einsatz über fünf Stunden empfiehlt sich aber die Übernahme der Verpflegung in jedem Fall.

Die Servicekräfte

Die Servicekräfte sind ebenfalls nicht zu vergessen, wenn eine Hochzeit geplant wird. Sie bedienen die Gäste, stehen am Sektempfang bereit und bringen das Menü an den Tisch. Das läuft häufig ganz unkompliziert ab, wenn vorher entsprechende Absprachen getroffen wurden. Es lohnt sich auch hier, auf professionelle Helfer zu setzen und niemanden aus der Verwandtschaft dafür abzustellen, selbst wenn es nur eine kleine Hochzeit wäre. Das Feiergefühl kommt sonst bei den Betroffenen nicht auf – das wäre schade. Servicekräfte freuen sich dann über einen Dank bei der Eröffnungsrede und natürlich ein großzügiges Trinkgeld, wenn alles gut gelaufen ist. So ist sichergestellt, dass alle einen guten Tag haben.

 

FAZIT

Eine Hochzeit bedarf großer Planung und viel Vorbereitung. Dabei helfen Eltern, Trauzeugen und auch vereinzelte Gäste gerne, besonders aber die professionellen Helferlein, die man mit diesem Zweck betraut. Egal um wen es geht: Klare Absprachen und Äußerung der eigenen Wünsche sind Pflicht, sonst geht die Realität am Ende an der Wunschvorstellung vorbei. Ebenso ist es wichtig, dass stets das Brautpaar den Überblick behält und so sicherstellt, dass der große Tag auch genauso wird, wie er schon immer in der Wunschvorstellung  existiert hat – der schönste Tag im bisherigen Leben eines Paares, der einen Meilenstein des gemeinsamen Weges markiert.

 

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