Polterabend: Scherben bringen Glück

Hier erfährst du alles, was du über den traditionellen Polterabend wissen solltest!

Wann wird gefeiert?
Traditionell fand früher am Abend vor der Trauung ein Polterabend statt. Inzwischen wird aber häufig ein paar Tage oder eine Woche früher gefeiert, damit am großen Tag niemand übermüdet oder verkatert vom Vorabend ist.

Wer wird eingeladen?
Es bietet sich an, zu diesem Fest Freunde und Bekannte einzuladen, die bei der Vermählung nicht anwesend sein werden. Dazu gehören z.B. Nachbarn, Kollegen und Vereinsfreunde. Die Familie, die bei der Hochzeitsfeier dabei sein wird, muss nicht unbedingt auch zum Polterabend eingeladen werden. Eingeladen wird per Rundmail oder telefonisch – ganz ungezwungen.

Polterabend

Wo wird gefeiert?

Dies hängt von der Gästezahl und dem Budget ab. Wer über genug Platz verfügt, feiert im eigenen Partyraum, in der Garage oder einem Zelt im Garten. Ansonsten empfiehlt es sich, das Vereinsheim oder Gemeindehaus zu nutzen. Exklusiver lässt es sich in einem Club, auf einer Dachterrasse oder einer Fabriketage feiern.

Wie wird gefeiert?
Meistens ist der Polterabend eine ungezwungene Party ohne Dresscode, bei der getrunken, gegessen, getanzt und natürlich „gepoltert“ wird. Eine kostengünstige Variante mit wenig Aufwand ist es, die Gäste darum zu bitten, etwas zu essen oder zu trinken mitzubringen. Dabei sollte koordiniert werden, wer was mitbringt. Alternativ könnt ihr auch einen Catering-Service beauftragen, der sich um alles kümmert.

Polterabendgericht
Ein traditionelles Polterabendgericht ist Hühnersuppe. In früheren Zeiten nannte man den Polterabend auch Hühnerabend, denn am Vorabend der Trauung brachten die Gäste Hühner als Geschenk, um sie zu einer köstlichen Suppe zu verarbeiten.

Rezept für traditionelle Hühnersuppe

Zubereitung

Suppengrün putzen, waschen und klein schneiden, mit der Poularde in einen Topf geben. Zwiebel vierteln, mit dem Lorbeerblatt, der gekörnten Brühe und den Pfefferkörnern hinzufügen. 2 Liter Wasser angießen, aufkochen und abschäumen. Im offenen Topf 1ó Stunden leise köcheln lassen. Möhren waschen, putzen und in Scheiben schneiden. Die Bohnen in leicht gesalzenem Wasser ca. eine . Stunde kochen. Poularde aus der Brühe nehmen. Dann die Brühe durchsieben und in den Topf zurückgeben. Möhren hineingeben und etwa 8 Minuten garen. Poularde von Haut und Knochen lösen, das Fleisch in mundgerechte Stücke schneiden. Fleisch und Bohnen in die Suppe geben und erhitzen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Kerbel vorsichtig abspülen, die Blättchen von den Stielen zupfen und in die Suppe geben. Zur Verfeinerung Käsescheiben auf Toastbrot verteilen und unterm Grill oder im Backofen einige Minuten goldbraun überbacken. In kleine Vierecke zerschneiden und kurz vor dem Servieren auf die Suppe geben.

Einkaufsliste

• 1 Bund Suppengrün
• 1 Poularde
• 1 Zwiebel
• 1 Lorbeerblatt
• 2 Teelöffel gekörnte Hühnerbrühe
• 8 Pfefferkörner
• 500gr Möhren
• 500gr Grüne Bohnen (frisch oder tiefgekühlt)
• Salz
• 1 Hand voll Kerbel
• Pfeffer aus der Mühle

Das Poltern

Ganz nach der Devise „Scherben bringen Glück“ werden die Gäste gebeten, altes Porzellan mitzubringen und dieses auf einem dafür vorgesehenen Bodenabschnitt zu zerschlagen. Auf jeden Fall empfiehlt es sich, einen Container zu bestellen, um der Unmenge an Schutt Herr zu werden. Nachdem das Porzellan zerbrochen wurde, ist es die Aufgabe des Brautpaars die Scherben gemeinsam aufzufegen. Dies wird als Symbol für den späteren Zusammenhalt in der Ehe gesehen.
In manchen Gemeinden ist es allerdings Tradition, dass der Bräutigam allein fegt, als Zeichen dafür, dass er nicht zum letzten Mal den Besen in die Hand nimmt.
Aber Deutungen hin und her – am meisten Spaß macht es immer noch gemeinsam zu kehren!

 

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