Evangelische Trauung 2018-02-20T10:14:44+00:00

Evangelische Trauung – Heiraten in der Kirche

Auf die standesamtliche Hochzeit folgt das kirchliche Jawort. Vielen Brautpaaren ist diese Trauung besonders wichtig, denn die kirchliche Hochzeit lässt sich individueller gestalten und hat einen persönlichen Wert. Hier treffen Romantik, Emotionen und die Liebe aufeinander und machen euer Eheversprechen zu etwas Besonderem. Möchtet ihr evangelisch heiraten, muss mindestens einer von euch evangelisch getauft sein, der andere zumindest einem christlichen Glauben angehören. Einige evangelische Landeskirchen bieten einen sogenannten Gottesdienst anlässlich der Eheschließung an, falls ein Partner konfessionslos oder geschieden ist. Einzelheiten zu eurer Traumhochzeit erfragt ihr am besten bei eurer Gemeinde.

Brautpaar in der Kirche

Damit ihr eure evangelische Traumhochzeit feiern könnt, müsst ihr euch bei eurer Gemeinde anmelden. Das geht bereits ein Jahr im Voraus. Besprecht mit der Pfarrerin oder dem Pfarrer die Einzelheiten zu eurer Trauung. Der Gestaltungsspielraum variiert von Gemeinde zu Gemeinde und so erfahrt ihr, wie euer Wunsch einer evangelischen Hochzeit wahr werden kann.

Diese Dokumente benötigt ihr für die Anmeldung zur evangelischen Trauung:

  • Gültiger Personalausweis beider Partner
  • Taufbescheinigung mit Ledigennachweis, der nicht älter als sechs Monate sein darf
  • Konfirmationsurkunde
  • Heiratsurkunde des Standesamtes oder die Anmeldebescheinigung zur Eheschließung
  • Die Dimissoriale, falls ihr in einer anderen Gemeinde als eurer eigenen heiraten möchtet – diese Zustimmungserklärung bekommt ihr von eurer Kirchengemeinde ausgestellt
  • Die Dispens, falls einer der Partner katholisch ist. Die Befreiung von der Formpflicht zur katholischen Eheschließung ist zugleich die Anerkennung einer evangelischen oder ökumenischen Trauung seitens der katholischen Kirche.

In der Regel setzt sich ein evangelischer Traugottesdienst aus diesen vier Abschnitten zusammen:

Erster Teil der Evangelische Trauung: Eröffnung und Anrufung

  • Einzug in die Kirche: Üblicherweise zieht das Paar gemeinsam mit der Pfarrerin oder dem Pfarrer und gegebenenfalls mit dem Gefolge aus Trauzeugen und Blumenkindern in die Kirche ein.
  • Begrüßung durch die Pastorin oder den Pastor
  • Eingangsvotum: Ein kurzer Bibelvers zur Einstimmung auf den Gottesdienst
  • Eingangsgebet oder Psalm: Dieser Teil der Trauung kann sowohl von der Pfarrerin, dem Pfarrer oder der Gemeinde gesprochen werden. Wenn ihr die Trauung besonders persönlich gestalten möchtet, kann das Gebet auch von jemandem aus dem Familien- oder Freundeskreis das Gebet oder den Psalm sprechen.

Zweiter Teil der Evangelische Trauung: Verkündigung, Bekenntnis, Segnung

  • Biblische Lesung: Die Passagen aus der Bibel behandeln meist die Themen Liebe und Partnerschaft und dürfen, im Vergleich zum Trauspruch, etwas länger sein. Die Lesung kann auch von jemandem aus dem Familien- oder Freundeskreis übernommen werden.
  • Trautext / Trauspruch und Predigt: Die Pastorin oder der Pastor hält eine Predigt zu eurem Trauspruch und darüber, wie sie oder er euch im Traugespräch kennengelernt hat.
  • Biblische Lesung zur Ehe: Die Bibeltexte zur Ehe leiten die tatsächliche Trauhandlung ein.
  • Traubekenntnis: Für diesen Teil der Trauung gibt es zwei Varianten. Entweder werden euch von der Pfarrerin oder dem Pfarrer Fragen gestellt, die ihr mit den Worten „Ja, mit Gottes Hilfe“ beantwortet oder ihr bereitet Trauversprechen vor, die ihr einander vorträgt.
  • Ringtausch: Als Zeichen der Zusammengehörigkeit steckt ihr euch gegenseitig eure Eheringe an.
  • Feierlicher Trauungssegen: Den Segen erhält das Brautpaar durch die Pastorin, den Pastor oder von Verwandten und Freunden. Es werden in beiden Fällen kurze Segens-Sätze ausgesprochen.

Dritter Teil der Evangelischen Trauung:

  • Vaterunser: Dieses Gebet ist fester Bestandteil des christlichen Glaubens und wird zu jedem Anlass gesprochen.
  • Fürbitten: Auch an diesem schönen Tag sollen Menschen, die nicht dabei sein können, krank sind oder denen es schlechter als einem selbst geht, nicht vergessen werden.
  • Segen: Alle Anwesenden erhalten den Segen durch die Pfarrerin oder den Pfarrer.
  • Auszug: Gemeinsam mit der Pastorin oder dem Pastor und eurem Gefolge verlasst ihr Kirche.