Hochzeitskalender: Die beste Jahreszeit zum Heiraten

Zugegeben ist die Hochsaison für Hochzeiten in unseren Breitengraden die Zeit von Mai bis September, also in den Sommermonaten. Aber warum nicht auch eine andere Jahreszeit zum Heiraten in Betracht ziehen? Jeder Hochzeitsmonat hat nämlich seine Vor- und Nachteile.

Wann ist die beste Zeit zum Heiraten?

In unserem Hochzeitskalender haben wir euch alle Informationen zusammengestellt und zeigen euch, warum es sich lohnen kann, auch außerhalb der Hochzeitssaison zu heiraten.

Hochzeitskalender: Januar

Wer die Wahl hat, hat die Qual: die besten Hochzeitslocations und Lieferanten, bei denen es normalerweise Wartelisten gibt, stehen euch jetzt zur freien Verfügung. Im Januar lassen sich im Schnitt weniger als 3 Prozent der Paare in Deutschland trauen. Eventuell lassen sich daher auf Veranstaltungsorte kräftige Rabatte aushandeln und Hotels bieten attraktive Angebotspakete für eure Hochzeitsgäste.

Die Nachteile

Heiraten im Januar könnte sich etwas schwieriger gestalten. Denn der nach-weihnachtliche Kontostand beschert vielleicht weniger teure Hochzeitsgeschenke, aber was soll’s! Schließlich heiratet ihr nicht, um beschenkt zu werden. Außerdem freuen sich alle, dem grauen Alltag zu entfliehen und wieder einmal ausgiebig zu feiern. Lieferanten und Händler sind möglicherweise über die Feiertage nicht zu erreichen – schwierig, wenn eure Hochzeit kurz nach Neujahr stattfindet.

Pavel Yukhnevich / shutterstock.com

Hochzeitskalender: Februar

Eine Feier bei winterlichem Kerzenschein und Glühwein funktioniert im Februar ebenso wie mit Tulpen und Früchtepunsch. Am 2. Februar ist außerdem Mariä Lichtmess – traditionell der Tag für das Handfasting, ein altes keltisches Verlobungsritual bei dem die Hände der Braut und des Bräutigams zusammengebunden wurden. Wieso nicht in die Zeremonie integrieren?

Andererseits eignet sich der Februar optimal für romantische Flitterwochen in Thailand, Sri Lanka und der Karibik. Angesichts des ungemütlichen Februar-Wetters in Deutschland mit Schnee, Eis und Temperaturen unter Null bestimmt eine Überlegung wert.

Die Nachteile

Der Run auf die schönsten Veranstaltungsorte kann um den 14. Februar herum (Valentinstag!) sehr hoch sein. Für Blumen könnten höhere Preise fällig werden. Es besteht eine hohe Schneefall-Wahrscheinlichkeit, welche die Anreise der Hochzeitsgäste möglicherweise erschwert. Zudem kann das Heiraten im Februar aus einem weißen Winter Wonderland schnell grauer Schneematsch werden.

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Hochzeitskalender: März

Viele öffentliche und historische Gebäude und Veranstaltungsorte, die während der Wintermonate geschlossen blieben, öffnen nun – auf Hochglanz poliert und frisch renoviert – wieder ihre Pforten. Beim Heiraten im März profitiert man bei den Hotels noch von Nebensaisonpreisen und darf bei gutem Wetter möglicherweise die Terrasse, den Innenhof oder den hauseigenen Garten mitnutzen. Die ersten wärmenden Sonnenstrahlen sorgen für gute Laune bei Brautpaar und Hochzeitsgesellschaft.

Die Nachteile

Am letzten Sonntag im Monat werden die Uhren von Winter- auf Sommerzeit umgestellt: Das bedeutet, dass für euch und eure Hochzeitsgäste die Nacht eine Stunde kürzer ist! Erste Hilfe Tipp bei geschwollenen Augen am Tag danach: Wattepads mit schwarzem Tee tränken, für eine Stunde ab in den Kühlschrank und dann zehn Minuten auf die geschlossenen Augen legen. Kräutertees lieber nicht: Sie können Allergien auslösen.

Alex Gukalov / shutterstock.com

Hochzeitskalender: April

„April, April, der macht, was er will.“ – diese alte Weisheit sollte euch nicht zu sehr abschrecken. Denn laut Wetter-Aufzeichnungen ist im April nicht mit größeren Niederschlagsmengen als im März oder Mai zu rechnen. Allerdings sollte man sich nicht auf gutes Wetter verlassen: Vor allem am Morgen und in den Abendstunden können die Temperaturen oftmals noch recht frostig sein. Im April zeigen bereits die ersten Blumen ihre Pracht – die ideale Voraussetzung für eine traumhafte schöne, frühlingshafte Blumendekoration.

Die Nachteile

Evangelische oder katholische Pfarrer nehmen während der 40-tägigen Fastenzeit (von Aschermittwoch bis Ostern) zwar Trauungszeremonien vor, traditionell gilt die Fastenzeit jedoch als Bußzeit und Feste, Musik, Tanz gelten als weniger angebracht. Wenn ihr im April heiratet, werdet ihr in dieser Zeit in eurer Kirche auch keinen Blumenschmuck vorfinden.

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Hochzeitskalender: Mai

Die Monate Mai und Juni erzielen im Durchschnitt mehr Sonnenscheinstunden als alle anderen Monate. Wichtig für alle, die Außenaufnahmen machen möchten:  Das sagenhafte Spätnachmittagslicht eignet sich hierfür besonders. Gut feiern lässt es sich im Mai, weil er in der Regel zwei Feiertage hat: den Maifeiertag (1. Mai) und Christi Himmelfahrt (donnerstags) – diese lassen sich ideal für ein verlängertes Wochenende nutzen. Auch die Pfingstferien fallen meist in den Mai. Wichtig: Rechtzeitig Save-the-Date-Karten aussenden, damit nicht alle eure Gäste in den Ferien verschwunden sind.

Die Nachteile

Jetzt beginnt die Hochzeits-Hochsaison! Ca. 13 Prozent aller Paare heiraten im Wonnemonat Mai, knapp zwei Drittel aller Trauungen finden nun bis zum Herbst statt. Beim Heiraten im Mai herrschen großer Konkurrenzkampf um Hochzeitslocations, Caterer, Hochzeitsfotografen etc.

Oleksandr Kavun / shutterstock.com

Hochzeitskalender: Juni

Nun fällt der Startschuss für Feste im Freien mit Gartenzelten und Barbecue. Der Juni bietet beste Wetterbedingungen: Sonne satt, wenig Regen und angenehme Temperaturen. Jetzt schmecken auch heimische Qualitätsprodukte der Saison herrlich wie Erdbeeren, Spargel und – für alle, die das besondere lieben – deutscher Edelkrebs (es muss ja nicht immer Hummer sein!). Bei knappem Budget ist der Kir Royal eine erfrischende Alternative zum Champagner.

♥♥♥ Kir Royal ♥♥♥

2 cl Créme de Cassis (schwarzer Johannisbeerlikör)
in einen Sektkelch geben und mit
125 ml Sekt (oder Champagner) aufgießen

Besonders hübsch: Mit einer Rose, Johannisbeeren oder Erdbeeren dekorieren.

Die Nachteile

Wie bereits der Mai, so zählt auch der Juni zu den beliebtesten Hochzeitsmonaten. Hochzeitslocation und Dienstleister sollten daher bereits sehr früh gebucht werden. Die Preise können unter Umständen teurer sein als in der Nebensaison.

Hochzeitskalender: Juli

Statistische Auswertungen der letzten 100 Jahre zeigen, dass die eigentlichen Hundstage, die heißesten Tage des Jahres nicht mehr Anfang August, sondern meist schon um die Julimitte auftreten. Gebt also acht, dass euer Brautkleid für hohe Temperaturen geeignet ist, wenn ihr im Juli heiraten wollt. Zur Abkühlung: Fächer in die Brauttasche stecken oder als Gastgeschenke auf den Tischen verteilen.

Die Nachteile

Juli ist Ferienzeit! Denkt daran, möglich frühzeitig zu eurer Hochzeit einzuladen, wenn ihr nicht alleine feiern möchtet. Vorsicht: Schwere Gewitter mit hohen Niederschlagsmengen möglich!

Adas Vasiliauskas / shutterstock.com

Hochzeitskalender: August

Im Juli und August erreichen die Temperaturen ihren Höchststand. Denkt also sorgfältig über die Wahl der Torte und des Desserts nach, insbesondere bei Outdoor-Feiern. Eure Gäste freuen sich über leichte Gerichte wie Salate, Fisch, Huhn. Aber Vorsicht: In der Hitze können die Speisen schnell verderben. Auch toll: Kaltschalen oder geeiste Suppen!

Damit ihr lange wunschlos glücklich bleibt: Um den 12. August ist ein jährlicher Sternschnuppenregen, die Perseiden, am nächtlichen Sommerhimmel zu beobachten!

Die Nachteile

Wenn ihr euch eine Hochzeit oder die Flitterwochen in der Karibik unter Palmen wünscht, ist der August ungünstig: In der Karibik und Florida ist jetzt die Zeit der Hurrikane. Bevor ihr bucht, solltet ihr also eine kleine Wetter-Recherche vornehmen!

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Hochzeitskalender: September

Die Hochzeitshochsaison geht zu Ende und damit schwindet die Gefahr, eure Kirche oder Feierlocation mit jemandem teilen zu müssen. Die Flughäfen sind weniger überfüllt, die Schulferien vorbei. Nach einem – hoffentlich – guten Sommer habt ihr eine sanfte Bräunung und auf Solarium oder Selbstbräuner könnt ihr getrost verzichten. So macht das Heiraten im September Spaß.

Die Nachteile

Am 22. bzw. 23. September beginnt der Herbst und die Tage werden ganz allmählich wieder kürzer. Und so herrlich ein milder Altweibersommer sein kann – die Nächte können sehr kühl werden.

aprilante / shutterstock.com

Hochzeitskalender: Oktober

Jetzt ist die Zeit des Vollherbstes: Die natürliche Lichtstimmung im Oktober ist eine der schönsten des ganzen Jahres. Und dieses Licht bleibt noch eine „Extrastunde“ länger – bis zur Zeitumstellung am letzten Sonntag im Monat, an dem ihr eine Stunde länger feiern könnt! Die prächtig bunte Herbstnatur bietet zudem eine traumhafte Kulisse für eure Fotos. Dekoriert eure Hochzeitslocation herbstlich mit rostroten Farben und warmen Brauntönen: Orangen, Nüsse, Kastanien zaubern eine herbstliche Atmosphäre!

Die Nachteile

Die Nächte werden schon empfindlich kühl. Zudem kann es unangenehm nass und kalt werden. Auf die Kutschfahrt sollten kluge Bräute besser verzichten und zum Bustierkleid empfiehlt sich ein wärmender Schal!

Hochzeitskalender: November

Der November ist der Wendepunkt zwischen Herbst und Winter: Herbstliche Ernteprodukte wie Speise- und Zierkürbisse und festlich, behagliche Feiern am Kaminfeuer wärmen an trüben, dunklen Tagen und langen Nächten Körper und Seele. Warum nicht ein Feuerwerk vor dem dunklen Novemberhimmel erstrahlen lassen? Das wenige Sonnenlicht macht auch der herrliche Herbst-Sternenhimmel wett: Der Sternschnuppenstrom, die Leoniden, sind zwischen dem 17. und 19. zu beobachten.

Die Nachteile

Im November gibt es relativ wenig Sonnenstunden. Schuld sind feuchte Winde vom Atlantik, die uns in Nebel und Hochnebel hüllen. Doch vor allem in den Morgenstunden kann die Wintersonne hervorblitzen – dann heißt es schnell sein und die Zeit für Hochzeitsfotos nutzen!

Maksim Mazur / shutterstock.com

Hochzeitskalender: Dezember

Auch der Dezember ist ein beliebter Heiratsmonat: Ca. 11 Prozent der Paare geben sich nun das Ja-Wort. Kein Wunder, lässt sich das Fest jetzt auch herrlich stylen: Räume in gemütlicher Holzoptik bei flackerndem Kerzenschein, knisterndem Kaminfeuer, Christbäume und kräftige Farbtupfer in Rot, Grün, Gold…

Wenn ihr dem heimischen Schneegestöber und Weihnachtstrubel lieber entkommen möchtet, eignet sich die Zeit fabelhaft für eine Hochzeit an fernen Orten.

Die Nachteile

Ganz klar: die Feierkonkurrenz im Dezember ist groß. Advent, Weihnachten, Silvester – dazu kommen die Ferien, in denen viele Freunde und Bekannte verreisen möchten. Wochenenden, an denen alle Gäste Zeit haben, sind womöglich rar gesät. Zudem gilt: Die Adventszeit sollte eine Zeit der Besinnung für jeden sein!

Fazit:

Wann ist nun der beste Monat zum Heiraten?

Das kann so nicht beantwortet werden. Das Heiraten in einem bestimmten Monat bringt Vor- und Nachteile. Hier kommt es darauf an, was für ein Typ ihr seid und was zu euch passt.

Mögt ihr es lieber entspannter und gemütlicher, ist vielleicht der Herbst oder der Winter gut. Soll es lieber mit allem Drum und Dran sein, ist wahrscheinlich die Hochsaison im Sommer bestens geeignet.