Letzte Rettung Wedding Planner?

Wann braucht man ihn und welche Kosten entstehen?

Eine Hochzeit zu planen macht sehr viel Spaß. Blättern in Magazinen, recherchieren von passenden Locations, in Farbkombinationen schwelgen und an Blumen schnuppern. Doch Halt: Das ist Träumen, nicht Planen. Planen bedeutet, viel Zeit zu investieren, auch mal Absagen zu kassieren und immer zu wieder merken, dass man eine neue Lösung braucht. Oder sogar auf Möglichkeiten zu stoßen, die viel besser sind als der ursprüngliche Plan!

Vielen Brautpaaren fehlt die Zeit, um ihre Trauung perfekt planen zu können. Denn auch, wenn das für manche eigentlich der schönste Teil der Hochzeit ist, am Ende kostet es mehr Zeit, als man gedacht hatte. An diesem Punkt hat der Wedding Planner seinen großen Auftritt. Er ist Trouble Shooter, Händchenhalter und Planungsass in einer Person. Er macht Dinge möglich, die unerreichbar schienen, hat die ultimativen Ideen und vor allem: jede Menge Kontakte.

Bemerkt man also, dass man sich verrannt hat, dass die Dinge nicht recht funktionieren wollen oder die Kosten außer Kontrolle geraten, ist es spätestens Zeit für den Wedding Planner. Diese Person wird dafür sorgen, dass man Schloss und Kutsche oder auch Landhaus und Rolls Royce bekommen wird, auch wenn scheinbar schon alle bekannten Dienstleister ausgebucht sind. Doch was kostet dieser Service und kann ihn sich jeder leisten? Wir sind der Frage nachgegangen.

Ein Wedding Planner nur für riesige Hochzeiten?

Aus Filmen und Serien sind Hochzeitsplaner meist in Zusammenhang mit riesigen Veranstaltungen, ungewöhnlichen Locations und großen Hochzeitsgesellschaften zu sehen. Für eine kleine Hochzeit scheinen sie gar nicht infrage zu kommen, oder? Das stimmt nicht, dieses Vorurteil wurde nur durch Hollywood genährt. In Wirklichkeit können Wedding Planner bei Hochzeiten jeder Größe eingesetzt werden.

Hochzeitsplaner sind meist weiblich und unterstützen das Brautpaar in allen Belangen. Sie können entweder die komplette Organisation übernehmen oder sich nur um bestimmte Bereiche kümmern.

Sie beraten bezüglich des Mottos, kennen die aktuellen Trends und wissen, wie sie am besten umgesetzt werden können. Sie kennen alle möglichen Geheimtipps für bezaubernde Feiern, beraten beim Thema Hochzeitskleid und finden die besten Künstler für das gewünschte Ambiente. Sie halten die Fäden in der Hand, sorgen für einen reibungslosen Ablauf und greifen bei eventuellen Komplikationen ein. So sorgen sie für einen perfekten Verlauf, ohne dass man sich selbst den Kopf zerbrechen muss.

Der Vorteil, wenn man einen Hochzeitsplaner bucht

Stressfrei heiraten, sich um auftauchende Probleme (und es wird welche geben) nicht selbst kümmern müssen, sondern einfach als Prinzessin im Mittelpunkt stehen und den schönsten Tag in vollen Zügen genießen können – das bietet ein Wedding Planner. Klingt zu schön, um wahr zu sein? Ist aber durchaus erschwinglich, wie wir gleich darlegen werden.

Was kostet ein Hochzeitsplaner?

Die Sache mit dem Hochzeitsbudget ist für viele Paare ein Problem, denn eine Traumhochzeit ist ziemlich teuer. Soll man sich nun also mit einem Wedding Planner noch zusätzliche Kosten verursachen? Und nach welchen Sätzen werden diese Dienstleister eigentlich bezahlt, nach Stunde?

Eine Hochzeitsplaner berechnet seine Vergütung in der Regel anhand des Gesamtbudgets. Meist sind es 10 – 15 %. Kostet die Hochzeit also 10.000 Euro, dann liegt sein Honorar bei 1.000-1.500 Euro. Manche Planer rechnen auch nach Stunde ab, wobei der Stundenlohn zwischen 50 und 150 Euro liegen kann. Das klingt zunächst nach sehr viel Geld, doch man sollte auch bedenken, dass durch den Wedding Planner unangenehme Überraschungen quasi ausgeschlossen werden. Nicht alle Dienstleister sind zuverlässig, was Folgekosten verursachen kann. Der Hochzeitsplaner räumt solche Probleme aus dem Weg bzw. er sorgt dafür, dass sie gar nicht erst auftreten. Zudem kann er an vielerlei Stellen Rabatte aushandeln, die dem Brautpaar dann wieder zugutekommen. Doch eines ist klar: Er verursacht zusätzliche Kosten. Wie sollte man damit umgehen?

Das Hochzeitsbudget

Sparen, die Familie anpumpen oder einen Hochzeitskredit aufnehmen? Das Thema Geld steht bei der Planung der Hochzeit oft im Fokus. Schnell muss man erkennen, dass man sich nicht alle Träume erfüllen kann, und dann ist die Enttäuschung manchmal groß. Je nachdem, wie zügig man nach der Verlobung heiraten will, hat man nur wenig Zeit zum Sparen. Auf die Geldgeschenke zur Hochzeit kann man sich nicht im Voraus verlassen. Zudem möchte man beide Familien und den ganzen Freundeskreis einladen, und je mehr Gäste, umso teurer wird die Sache.

Viele Paare nehmen heute für ihre Hochzeit einen Kredit auf. Dadurch, dass die Zinsen im Moment so niedrig sind und es wohl auch noch eine Weile sein werden, ist das durchaus erschwinglich. Sucht man nach einer Bank, die auch kostenlose Sonderzahlungen erlaubt, kann man den Kredit nach der Feier wenigstens zum Teil gleich wieder ablösen und spart so bei den Kosten. Sinnvoll wäre hier ein Kreditvergleich, um den günstigsten Kredit zu erhalten. Auf diese Weise ist der Wedding Planner für alle finanzierbar. Doch wer braucht diesen Dienstleister eigentlich?

Wer braucht einen Wedding Planner?

Wer eine kleine, romantische Gartenhochzeit plant, nur eine Handvoll Gäste einladen und vieles selbst machen kann, der braucht keinen Hochzeitsplaner.  Wer allerdings eine größere Feier plant, etwas ganz Besonderes will oder sogar im Ausland heiraten möchte und bei den ersten Schritten schon merkt, dass er nicht wie gewünscht vorankommt oder die entsprechenden Informationen nicht findet, ist mit einem Wedding Planner gut beraten. Das gilt auch, wenn einer der beiden Partner beruflich eingespannt sind und/oder bereits Kinder haben. Wem ohnehin nur wenig Freizeit zur Verfügung steht, der braucht diese Zeit, um sich zu entspannen.

Einen Hochzeitsplaner zu engagieren bedeutet nicht, nun nichts mehr mit der Hochzeit zu tun zu haben, ganz im Gegenteil. Der schöne Teil, das Träumen und Planen, bleibt natürlich wie gehabt. Nur die Umsetzung nimmt dann eine andere Person in die Hand, was eine echte Entlastung ist.

Wie findet man den richtigen Planer?

Hochzeitsplaner ist kein geschützter Begriff, also kann sich jeder so nennen. Dennoch sind die Anforderungen an eine solche Person sehr hoch, wie man beim Bund deutscher Hochzeitsplaner nachlesen kann. Man sollte also nicht die erstbeste Person engagieren, sondern sich ein genaues Bild machen. Welche Leistungen beinhaltet der Service? Wie viel Erfahrung hat die Person, gibt es Referenzen? Ist sie einem Verband angeschlossen? Hat sie Dienstleister an der Hand? Man sollte unbedingt seinem Bauchgefühl folgen, wenn es darum geht, die passende Person zu finden. Dann spart man sich eine ganze Menge Stress und kann entspannt feiern.