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Hochzeitsknigge für die Gäste

Die wichtigsten Tipps rund um Styling, Geschenk, Feier und Co.

Eine Hochzeit ist für das Brautpaar oft der schönste Tag ihres Lebens, der mit viel Liebe und Sorgfalt geplant wird. Doch auch Familie und Freunde fiebern dem großen Tag voller Vorfreude entgegen und machen den Tag zu etwas ganz Besonderem. Wer jedoch noch nicht viel Erfahrung mit Hochzeiten hat, weiß oft nicht, wie er sich bei diesem besonderen Anlass verhalten soll. Ein Hochzeitsknigge für die Gäste kann helfen, sich angemessen zu verhalten und die Eheschließung zu einem unvergesslichen Moment für das Brautpaar zu machen.

Nicht nur für das Brautpaar, sondern auch für die Gäste ist die Hochzeit ein ganz besonderer Tag. Doch wie verhält man sich richtig als Hochzeitsgast? Bild: fotolia.com © Monkey Business (#96761173)

Eine lange Planung: Vor der Hochzeit

Das Brautpaar ist mindestens ein halbes Jahr, oft sogar ein ganzes Jahr mit der Planung der Hochzeit beschäftigt. Schließlich muss bei einer Hochzeitsfeier an vieles gedacht werden und der Tag soll etwas ganz Besonderes werden. Ein maßgeblicher Faktor bei den Vorbereitungen für diesen großen Tag ist die Anzahl der Gäste: Nur so kann das Brautpaar richtig kalkulieren und weiß, wie viel Essen bestellt werden muss, wie viele Hotelbetten reserviert werden müssen, und vieles mehr. Wer eine Hochzeitseinladung erhält, sollte das Brautpaar daher nicht zu lange auf eine Antwort warten lassen. Am besten ist es, umgehend darauf zu antworten, spätestens aber zum angegebenen Rückantworttermin. Doch was muss bei der Zu- oder Absage zur Hochzeit beachtet werden? Zunächst sollten Hochzeitsgäste bei ihrer Antwort auch Bescheid geben, ob eine Begleitung mitgebracht wird – natürlich nur, wenn auch jemand eingeladen wurde, etwa der Partner oder die Kinder. Am besten wird schriftlich auf die Einladung geantwortet, und zwar im Stil der Einladung.

Wichtig: Die Hochzeitsgäste sollten auch darauf achten, zu welchem Teil der Hochzeitsfeier sie eingeladen wurden: Zur Trauung, zum Empfang, zum Essen oder zur Party am Abend? Es ist sehr unhöflich, etwa bereits zur Trauung aufzutauchen, wenn man nur zum Empfang eingeladen wurde.

Doch wie sieht es aus, wenn man nicht an dem großen Tag des Brautpaares teilnehmen kann? Auch hier sollte die Einladung beantwortet werden, denn überhaupt nicht auf diese zu reagieren, wirkt undankbar und zeugt von schlechten Manieren. Auch die Absage sollte so schnell wie möglich erfolgen. Die Absage sollte förmlich sein und eine kurze Erklärung beinhalten, warum man nicht an der Feier teilnehmen kann. Wer dem Brautpaar sehr nahe steht, kann auch anrufen und persönlich absagen. Wer unerwartet nicht teilnehmen kann, obwohl er oder sie eigentlich zugesagt hatte, muss ebenfalls so früh wie möglich absagen, denn es ist unhöflich, einfach nicht aufzutauchen. Außerdem kann dann eventuell spontan noch jemand anderes eingeladen werden, der es ganz knapp nicht mehr auf die Gästeliste geschafft hatte.

Wichtig: Auch, wer an dem großen Tag nicht dabei sein kann, sollte dem Brautpaar ein Geschenk machen. Allerdings nicht gemeinsam mit der Absage, sondern erst zur Hochzeit selbst.

Freunde und Verwandte können gerne bei der Dekoration des Festsaals oder der Kirche helfen. Bild: fotolia.com © balaguta (#118338465)

Apropos anstrengende Hochzeitsvorbereitungen: Enge Freunde und nähere Verwandte können hier durchaus ihre Hilfe anbieten. Doch in welchem Umfang ist das angemessen und wann wird es zu viel? Hilfe bei der Auswahl des Brautkleides, beim Einpacken der Gastgeschenke, bei der Sitzordnung oder bei der Hochzeitsdeko wird in den meisten Fällen gerne angenommen.

Auch beim Essen, den Einladungskarten oder den Antennenschleifen können die Hochzeitsgäste das Brautpaar unterstützen. Ganz wichtig ist es allerdings, dass die Gäste nicht einfach die Kontrolle übernehmen und auf diese Weise versuchen, ihre eigenen Ansprüche oder Wünsche durchzusetzen. Nichts ist ärgerlicher für das Brautpaar, als Gäste, die sich zu viel einmischen und so die Planung durcheinander bringen. Die Wünsche des Paares sollten immerhin an erster Stelle stehen. Will das Brautpaar bei der Planung vieles selbst organisieren, sollten die Gäste mit ihrer Hilfe nicht zu aufdringlich sein, auch, wenn sie es damit eigentlich nur gut meinen.


Ein unvergesslicher Tag: Während der Hochzeit

Auch am Tag der Hochzeit sollten die Gäste einige Dinge beachten. Hierzu gehören beispielsweise die Wahl des Outfits, das Geschenk sowie ein angemessenes Verhalten bei der Trauung und bei der Feier.

  • Das Outfit: So kleiden sich Hochzeitsgäste

Eine der schwierigsten Entscheidungen, die Hochzeitsgäste treffen müssen, ist die des  Outfits. Eine Hochzeit ist ein bedeutendes Ereignis, dementsprechend sollte man sich zu diesem Anlass auch besonders viel Mühe mit der Kleiderwahl geben, um am großen Tag stilvoll gekleidet zu sein. Trotzdem dürfen Hochzeitsgäste mit ihrem Outfit nicht dem Brautpaar die Show stehlen, dieses sollte an diesem besonderen Tag schließlich im Mittelpunkt stehen. Eine große Hilfe ist es, wenn es für die Hochzeit einen Dresscode gibt, an dem sich die Gäste orientieren können. Auch bei einer Mottoparty wird die Kleiderwahl um einiges erleichtert.

Die Gäste sollten sich elegant kleiden, ohne Braut und Bräutigam die Show zu stehlen. Bild: fotolia.com © shunevich24 (#151830682)

Tipp: Selbst ohne Dresscode und Mottoparty können sich Hochzeitsgäste im Vorfeld Inspiration für ihr Styling holen. Denn je nach Art der Feier – oder auch Abschnitt der Feier – bieten sich unterschiedliche Kleiderstile an. So ist es keineswegs obligatorisch, bei der standesamtlichen Zeremonie das gleiche Outfit zu wählen wie abends beim Dinner oder bei der Party. Selbstverständlich gilt dies auch in umgekehrter Reihenfolge.

Bei einer standesamtlichen Trauung können sich die Gäste entspannter kleiden als bei der kirchlichen Kleidung. Männer punkten beispielsweise mit Sakko, Chino und Sneaker, Frauen mit Jumpsuit, Blazer und High Heels. Bei der abendlichen Party darf es dagegen gerne etwas schicker sein. Auch bei einer Trauung in einem Schloss können sich die Gäste festlich kleinen. Wird in einer Scheune geheiratet, passt wiederum ein legereres Outfit, bei einer Strandhochzeit kommen Crème-, Sand- und Meeresfarben gut an. Noch andere Regeln gelten für Gäste, die bei der Hochzeit eine besondere Funktion übernehmen, zum Beispiel Trauzeugen, Brautjungfern oder Blumenkinder. Bei Unsicherheiten sollten die Gäste lieber noch einmal beim Brautpaar nachfragen, anstatt zu riskieren, over- oder underdressed bei der Hochzeit zu erscheinen.

Übrigens: Es ist schön, wenn das Outfit des Mannes mit dem der Frau oder Freundin harmoniert – beispielsweise, wenn das Hemd oder die Krawatte des Mannes farblich zum Kleid der Frau passt. Der Knigge besagt übrigens, dass Männer ihr Jackett erst ablegen dürfen, wenn der Bräutigam sein Jackett abgelegt hat.

Für die kirchliche Trauung gilt, dass Schultern und Knie grundsätzlich bedeckt sein sollten, etwa mit einer Stola oder einem Jäckchen. Prinzipiell sollten Frauen kein zu tiefes Dekolleté oder zu kurzes Kleid tragen, bei Männern sind Jeans und kurze Hosen tabu. Trägt die Braut ein kurzes Kleid, sollten die eingeladenen Damen ebenfalls kein langes Abendkleid anziehen. Ein absolutes No-Go ist es, am Tag der Hochzeit Weiß zu tragen.

Diese Farbe ist ausschließlich der Braut vorbehalten (außer, es wird explizit um weiße Kleidung gebeten, etwa bei einer Feier im Bohème-Stil). Selbst weiße Hüte sind an diesem Tag tabu. Bei Frauen ist auch die Farbe Schwarz umstritten: Schließlich gilt Schwarz eigentlich als die Farbe der Trauer – an so einem glücklichen Tag wäre das also alles andere als angebracht. In Ordnung ist es allerdings, wenn die Kleider nicht nach Trauerkleidung aussehen und beispielsweise mit sommerlichen und bunten Accessoires aufgepeppt werden (zum Beispiel einem bunten Gürtel, Halstuch oder bunten Schuhen).

  • Die Geschenke: So machen die Gäste dem Brautpaar eine Freude

Am schönsten ist es für das Brautpaar natürlich, wenn Familie und Freunde an dem großen Tag dabei sein und mitfeiern können. Dennoch freut sich jeder über ein schönes Hochzeitsgeschenk. Doch was schenkt man zu solch einem besonderen Anlass? Soll das Geschenk klassisch oder doch eher kreativ sein?

Bei dem Hochzeitsgeschenk können die Gäste gerne kreativ werden. Bild: fotolia.com © photocall (#79521947)

Grundsätzlich kann es sinnvoll sein, sich an der Wunschliste des Brautpaares zu orientieren, sofern es eine gibt. Klassisch und immer willkommen sind Geldgeschenke. So kann das Paar sich selbst etwas kaufen, das es sich wünscht. Ist ein Geldgeschenk explizit gewünscht, gehört es sich übrigens nicht, etwas anderes zu verschenken.

Tipp: Am besten sollte das Geldgeschenk so verpackt werden, dass der Betrag nicht erahnt werden kann. Doch welcher Geldbetrag ist eigentlich angemessen? Ein Grundsatz besagt, dass das Geschenk – egal ob Geld oder etwas anderes – zumindest so viel wert sein sollte, wie das Brautpaar für den Hochzeitsgast auf der Hochzeit ausgibt. Oft bewegt man sich hier so zwischen 35 und 80 Euro. Entscheidend sind unter anderem aber auch die Beziehung der Gäste zum Brautpaar sowie der eigene berufliche Status. Bekannte und weitläufige Freunde können ein Geschenk im Wert von 50 bis 100 Euro machen, bei engeren Verwandten oder Freunden dürfen es durchaus auch bis zu 200 Euro sein.

Soll es ein kreatives Hochzeitsgeschenk sein, kommen Gutscheine für eine Ballonfahrt oder einen Fallschirmsprung, ein Feuerwerk, eine Reise oder auch selbst gebastelte Geschenke gut an. Zum Beispiel können die Gäste selbst eine Hochzeitszeitung entwerfen oder eine Box für Erinnerungsstücke verschenken. Auch Himmelslaternen sind individuell und eine schöne Idee: Hier können die Gäste ihre Wünsche für das Paar aufschreiben und die Laternen dann in den Nachthimmel steigen lassen.

Übrigens: Die Geschenkübergabe findet nicht direkt nach der Vermählung statt, sondern erst bei der Feier. Hier steht meistens ein Geschenktisch bereit. Die Gäste sollten ihrem Geschenk am besten eine Karte beilegen, damit das Brautpaar auch weiß, von wem dieses kommt. Denn meistens werden die Geschenke erst am nächsten Tag ausgepackt, weil dafür am Tag selber nur wenig Zeit bleibt.

  • Die Trauung: So sollten sich Gäste bei der Zeremonie verhalten

Die Trauung ist am Tag der Hochzeit das Highlight und stellt für das Brautpaar einen sehr innigen Moment dar. Daher ist es wichtig, dass sich die Gäste hierbei auch angemessen verhalten. Pünktlichkeit ist das A und O. Hochzeitsgäste sollten also genug Zeit einplanen und spätestens zehn Minuten vorher da sein. Wer noch wichtige Aufgaben erfüllen muss (etwa die Verteilung der Kirchenhefte oder die Einweisung der Blumenkinder) sollte am besten etwa 30 Minuten vor der Trauung da sein.

Die Trauung ist für das Brautpaar ein sehr inniger Moment. Hochzeitsgäste sollten sich daher währenddessen möglichst unauffällig verhalten. Bild: fotolia.com © AK-DigiArt (#142948726)

Wichtig: Wer doch zu spät ist, sollte sich so leise wie möglich in die Kirche begeben und sich in eine der hinteren Reihe setzen. Denn wer möchte schon das Brautpaar während des Ja-Wortes oder dem Tauschen der Ringe stören? Aus diesem Grund sollten am besten auch keine Fotos während der Trauung gemacht werden. Das Brautpaar hat mit Sicherheit einen Fotografen engagiert, der die besonderen Momente festhält. Wird in der Kirche geheiratet, und die Hochzeitsgäste sind nicht gläubig, sollte man zwar mit aufstehen und sich wieder hinsetzen, sich ansonsten aber eher unauffällig verhalten. Denn wer die Gesten mitmacht oder unbekannte Lieder mitsingt, wirkt unglaubwürdig. Ein Platz in einer der hinteren Reihen bietet sich hier an. In punkto Sitzordnung gilt generell: Familie und enge Verwandtschaft sitzen in den ersten Reihen, Freunde und Bekannte dagegen in den hinteren Reihen.

Nach der Trauung geht es dann an die Begrüßung und Glückwünsche. Das Brautpaar begrüßt die Gäste persönlich. Hier sollten die Gäste darauf achten, wie andere Gäste begrüßt werden (also beispielsweise per Handschlag, mit einer Umarmung oder mit Küsschen). Natürlich wird dem Brautpaar dann auch gratuliert, dabei sollte zuerst der Braut und dann dem Bräutigam gratuliert werden. Anschließend werden auch den Eltern des Brautpaares Glückwünsche ausgesprochen. Wer diese nicht kennt, sollte zunächst gratulieren und sich anschließend vorstellen und kurz erläutern, in welcher Beziehung er oder sie zum Brautpaar steht.

  • Die Party und das Essen: So feiern die Gäste angemessen mit dem Brautpaar

Bei der Hochzeitsparty können das Brautpaar und die Gäste ausgelassen feiern und die Tanzfläche unsicher machen. Bild: fotolia.com © wideonet (#126469936)

Auch bei der Hochzeitsfeier wird ein angemessenes Verhalten von den Hochzeitsgästen erwartet. Tatsächlich kann an einem langen Abend vieles schief gehen, was dem Brautpaar den Tag verderben könnte. Grundsätzlich gilt: Die Hochzeitsgäste sollten lächeln und Spaß haben, anstatt nur gelangweilt in der Ecke zu stehen oder am Getränk zu nippen. Auch wenn es zu einer längeren Wartezeit kommt, sollten die Gäste sich bemühen, glücklich und zufrieden auszusehen. Immerhin hat sich das Brautpaar sehr viel Mühe mit der Feier gegeben und sollte sehen, dass diese den Gästen gefällt. Also: Nicht nur mit der Begleitung oder der eigenen Familie, sondern auch mit anderen Gästen reden und sich unter die Menge mischen. Tabu sind allerdings Streitereien und Themen wie Politik oder Krankheiten. Wer richtig mitfeiern will, sollte sich auch mit auf die Tanzfläche begeben. Allerdings nicht vor dem Eröffnungstanz: Dieser gehört allein dem Brautpaar. Danach werden die Eltern dazu geholt: Die Braut tanzt mit ihrem Vater und dem Schwiegervater, der Bräutigam mit seiner Mutter und der Schwiegermutter. Erst anschließend können sich auch die anderen Gäste auf die Tanzfläche begeben.

Tipp: Wer tänzerisch nicht so begabt ist, kann ja vorher einen Tanzkurs absolvieren, damit das Brautpaar nachher nicht alleine auf der Tanzfläche steht. Wer von der Braut oder einem Bräutigam zum Tanz aufgefordert wird, darf dies übrigens nicht ablehnen.

Ansonsten ist grundsätzlich ein eher zurückhaltendes Verhalten angebracht. Denn es kommt alles andere als gut an, wenn man versucht, den Brautstrauß zu fangen, indem man andere wegschubst und die Ellenbogen einsetzt. Auch ein übermäßiger Alkoholkonsum ist tabu, denn wer zu viel trinkt und sich peinlich benimmt, verdirbt dem Brautpaar den Tag. Beim Essen sollten die Gäste sich ebenfalls zurückhalten und sich beim Buffet nicht vordrängeln. Ebenfalls unangebracht ist es, wenn die Gäste den Teller überladen und dann etwas vom Essen herunterfällt. Hier sollten sie lieber öfter mit kleinen Portionen gehen. Das Handy sollte am Tag der Hochzeit im Idealfall ausgeschaltet bleiben, denn es ist unhöflich, ständig mit dem Handy da zu sitzen. Außerdem stört ständiges Handyklingeln die Zeremonie oder Feier. Tabu ist es auch, ständig zu meckern oder irgendwelche Wünsche, etwa in Bezug auf das Essen, zu äußern. Überhaupt gibt es einige Aussagen, die an diesem Tag unangebracht sind, wie dieses Bullshit-Bingo zum Thema Heiraten zeigt. Das betrifft zum Beispiel Kommentare über die Länge oder Art der Trauung, Kritik an der Location oder negative Äußerungen über das Wetter. Gäste sollten sich natürlich auch an die Sitzordnung halten, anstatt sich einfach irgendwo anders hinzusetzen.

Die Rede von Brautjungfern und Co. sollte im Idealfall nicht länger als fünf Minuten dauern. Bild: fotolia.com © AS Photo Project (#151276400)

Auch in punkto Programmpunkte, Reden und Hochzeitsspiele gibt es einiges zu beachten. Grundsätzlich sollten diese kurz und interessant gehalten werden.

Wichtig: Gäste sollten keine Spiele organisieren, die dem Brautpaar unangenehm sein könnten, besonders wenn die Frischvermählten ausdrücklich darum gebeten haben, dass keine Hochzeitsspiele stattfinden werden. Reden werden meist vom Brautvater, den Trauzeugen, Brautjungfern und nahen Verwandten gehalten und sollten nicht länger als fünf Minuten dauern. Um das Hochzeitspaar nicht zu blamieren, sollten dabei keine peinlichen Erlebnisse oder Ereignisse aus der Vergangenheit erzählt werden.

Übrigens: Wer vom Brautpaar um eine Rede gebeten wird, sollte diesen Wunsch auch erfüllen, selbst, wenn vor Publikum sprechen nicht zu den größten Stärken gehört.

Gar nicht gut an kommt es auch, wenn Hochzeitsgäste zu früh aufbrechen. An diesem wichtigen Tag sollten sie so lange wie möglich bleiben, da sich das Brautpaar viel Mühe bei der Organisation gegeben hat und es ein ganz besonderer Tag für die Frischvermählten ist. Nur das Brautpaar selbst darf an diesem Tag früher gehen. Wer aus irgendwelchen Gründen doch früher aufbrechen muss, sollte nach einer Faustregel wenigstens bis nach dem Anschneiden der Hochzeitstorte warten. Außerdem ist es angebracht, sich für die Verabschiedung lange genug Zeit zu nehmen. Die Gäste sollten also nicht nur ein kurzes „Tschüss“ in die Runde rufen, sondern sich beim Brautpaar für die Einladung bedanken und das Essen, die Musik sowie das Fest loben. Die Frischvermählten freuen sich immer zu hören, dass ihre Feier den Gästen gefallen hat. Auch ein Dank bei den Eltern des Brautpaares ist angebracht.

 

Schöne Erinnerungen: Nach der Hochzeit

Auch nach dem großen Tag sollten Hochzeitsgäste noch einige Dinge beachten. So freut sich das Brautpaar ganz besonders, wenn es nach der Hochzeit von engen Verwandten und Freunden hört und diese sich noch einmal für das Fest bedanken und sagen, wie schön dieses war. Gäste können beispielsweise eine Postkarte schicken, um nachträglich noch einmal Danke zu sagen. Die Antennenschleife sollte nicht direkt nach der Hochzeit vom Auto abgelöst werden. Denn ein Brauch besagt, dass sie von alleine abfallen sollte. Wird sie eigenständig gelöst, bringt das dem Brautpaar anscheinend Unglück.

Tipp: Am besten sollte die Antennenschleife nicht allzu fest angebracht werden, damit sie sich schneller löst. Spätestens zwei bis drei Wochen nach der Hochzeit, wenn sie eh nicht mehr sehr schön aussieht, kann sie aber auch gerne abgenommen werden. Trauzeugen sowie engste Freunde oder Verwandte sollten übrigens auch nicht vergessen, dem Paar zum ersten Hochzeitstag zu gratulieren.


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