Die Planung der eigenen Hochzeit ist eine der wohl wichtigsten und größten Aufgaben im Beziehungsleben. Immerhin heiraten Paaren bestenfalls nur ein einziges Mal, sodass dieses Erlebnis ganz ohne Generalprobe und Zugabe perfekt gelingen muss. Bei einer Hochzeit im Ausland ist kluge Planung umso wichtiger. Aus der Ferne nämlich lässt sich nicht jedes Detail gut überblicken. Die folgenden fünf Tipps helfen bei der Vorbereitung. 

  1. Ein passendes Land wählen

Bei den meisten Paaren stellt sich die Frage nach dem perfekten Land für die eigene Traumhochzeit nicht. Das liegt daran, dass es sich entweder um das Heimatland eines der Partner oder um eine Destination handelt, mit der beide viel verbinden. Wer sich zum Beispiel auf Mauritius kennengelernt hat, wird hier vielleicht auch heiraten und die Beziehungsgeschichte konsequent fortschreiben wollen.

Gibt es hingegen kein Zielland, das sich aus der Natur der Dinge heraus anbietet, sollten Paare gemeinsam überlegen. Meist gibt es wenigstens bei der Vorliebe für Reiseländer Gemeinsamkeiten, an denen sich Heiratswillige orientieren können.

Traumhochzeit am Traumstrand: Bei guter Planung ein realistisches Szenario. (Quelle: Arshad Pooloo on Unsplash)

Wer beispielsweise den Norden liebt und weder Palmen noch pralle Sonne an seinem Hochzeitstag braucht, wird eventuell mit Island, Dänemark oder auch Schweden als Hochzeitsland glücklich. Soll es doch lieber eine echte Paradieshochzeit werden, bieten sich Thailand, die Karibik, die Philippinen oder auch die Seychellen an. Sogar in Südafrika und in Australien können sich Paare genau wie in einer kleinen Kapelle mitten in Las Vegas das Ja-Wort geben.

Und stehen letztlich mehrere Länder zur Wahl, helfen Pro- und Contra Listen, um eine finale Entscheidung treffen zu können. Aspekte, die ein Land mehr oder weniger gut geeignet machen, sind beispielsweise die Entfernung von der Heimat, wenn Gäste mit anreisen sollen, oder auch die allgemeinen Vorschriften rund um das Heiraten vor Ort. In manchen Ländern nämlich müssen sich Paare einem großen administrativen Aufwand stellen, um rechtskräftig getraut werden zu können.

  1. Rechtzeitig informieren

Der wohl größte Fehler, den Paare vor einer Auslandshochzeit machen können? Dinge auf sich zukommen lassen und vor sich herschieben. Es ist wichtig zu wissen, dass eine Heirat im Ausland nicht einfach so bewilligt und ermöglicht werden kann, denn zuvor bedarf es einer ordentlichen Anmeldung und es müssen meist zahlreiche Dokumente eingereicht werden. Daher empfiehlt es sich, spätestens ein Jahr vor der Hochzeit zu wissen, wohin die Reise gehen soll und dann direkt mit den Vorbereitungen zu beginnen.

Unterlagen, die Paare beispielsweise brauchen könnten, sind

  • gültige Ausweisdokumente,
  • Auszüge aus dem Melderegister,
  • Scheidungsurkunden,
  • Ehefähigkeitszeugnisse
  • und Geburtskurkunden.

Oft schreiben die Zielländer außerdem vor, dass übersetzte und beglaubigte Dokumente übermittelt werden müssen. Erste Informationen rund um das Thema finden Paare unter auswaertiges-amt.de.

Ebenfalls nicht vergessen sollten Paare, dass einige Länder verschiedene Fristen vorgeben. Diese können sich auf die Anmeldung der Hochzeit beziehen, Wartezeiten vorgeben und auch Mindestaufenthalte rund um den Hochzeitstermin nötig machen. Was zunächst klingt wie ein unwichtiges Detail, kann die Trauung im Ernstfall platzen lassen.

  1. Eine Testreise unternehmen 

Steht der Hochzeitsfavorit fest, laufen manche Paare Gefahr, die Situation durch eine rosarote Brille zu betrachten. Eine romantische Strandhochzeit auf einer griechischen Insel beispielsweise klingt großartig. Wer sich dann aber für einen falschen Abschnitt entscheidet, muss vielleicht mit einer unschönen Kulisse, einer lauten Hotelanlage oder auch einem Banana-Boat im Hintergrund zurechtkommen.

Daher lohnen sich Testreisen vor der finalen Entscheidung. Dann können Paare verschiedene Fragen wie „Wo finde ich gute Reiseangebote?“, oder auch „Wo können unsere Gäste wohnen?“, beantworten, sich zunächst zu Hause informieren und dann eine Probereise antreten. Vor Ort bieten sich einige Möglichkeiten, die Eignung der Destination zu prüfen und gegebenenfalls schon erste Vorbereitungsmaßnahmen zu treffen.

So können Paare am Reiseziel beispielsweise überlegen, welche Dienstleister sie in Anspruch nehmen möchten und nach entsprechenden Profis in der Umgebung suchen. Das persönliche Gespräch mit verschiedenen Anbietern bringt den Vorteil mit sich, dass Paare wichtige Personen direkt kennenlernen und deren Vertrauenswürdigkeit besser einschätzen können. So fällt auch das Buchen von Dienstleistern im Ausland leichter.

  1. Die Unterbringung der Gäste planen

Eine Hochzeit im Ausland wollen Paare nicht zwingend allein verbringen. Eine kleine oder größere Reisegruppe, bestehend aus Familienmitgliedern, Trauzeugen und anderen nahestehenden Personen folgt den Heiratswilligen nicht selten an den ausgewählten Ort. Selbstverständlich müssen all diese Menschen am Reiseziel eine passende Unterkunft finden.

Hier sollten Hochzeitspaare ebenfalls einige Überlegungen anstellen:

  • Soll die Unterkunft von den Gästen gezahlt werden, oder zahlt das Paar?
  • Wird es Gruppenunterkünfte geben oder Hotelzimmer?
  • Was ist mit dem Programm und der Verpflegung abseits des Hochzeitstages?

Gruppen genießen die Zeit im Ausland gerne etwas länger. (Quelle: Kimson Doan on Unsplash)

Wer seine Hochzeit in einem Hotel plant, hat es natürlich leicht. Hier stehen – bei rechtzeitiger Buchung – meist genügend Zimmer für die Gäste bereit. Handelt es sich jedoch um eine eher individuell geplante Hochzeit, könnten Gruppenunterkünfte eine sinnvolle Möglichkeit darstellen. Sie bringen den Vorteil mit sich, dass Gäste auch rund um die Hochzeit eine tolle Zeit miteinander verbringen können.

  1. Einen Weddingplanner beauftragen 

Es ist schwierig, bei der Planung einer Auslandshochzeit an alles zu denken. Manche Eventualitäten und Details lassen sich aus der Ferne nur sehr mühsam berücksichtigen, sodass Paare nicht selten vor Überraschungen stehen du spontan nach Kompromissen suchen müssen. Die einfachste Maßnahme zur Vorbeugung eines solchen Problems ist das Buchen eines Weddingplanners.

Professionelle Weddingplanner kümmern sich um liebevolle Details. (Quelle: Micheile Henderson on Unsplash)

Planungsprofis vor Ort kennen sich mit der Mentalität, Kultur und den förmlichen Vorgaben des Ziellandes aus. Somit fällt es ihnen deutlich leichter, auch kritische Aspekte zu beleuchten und rechtzeitig zu handeln. Darüber hinaus verfügen gute Weddingplanner über ein großes Netzwerk, in dem sich zahlreiche Profis tummeln. Von der Band für den Partyabend über den Fotografen bis hin zur Floristin kümmert sich dann ein erfahrener Experte um die Planung. In diesem Fall können sich Paare deutlich entspannter zurücklehnen und ihren großen Tag mit Spannung erwarten.