Günstig, aber nicht billig. Sparpotential bei der Hochzeit

Die meisten Hochzeitsfeiern kosten schnell einen vier- oder gar fünfstelligen Betrag. Je nach Anzahl der Gäste erhöhen sich die Kosten für die Hochzeit schnell – und zwar um etwa 100 Euro pro Gast, wie Experten schätzen. Bei einer türkischen Hochzeit – mit 500 bis 1000 Gästen – kann das schnell richtig teuer werden. Wer ein bestimmtes Budget zur Verfügung hat, hat dann mehrere Möglichkeiten, um sich den Traum einer Hochzeitsfeier dennoch erfüllen zu können: Entweder die Gästeliste wird rapide gekürzt, es wird an den feierlichen Details gespart oder die Feier wird finanziert. Ein Mix aus allem macht die Feier erschwinglich. So funktioniert’s …

Location und Verpflegung. So wird’s günstig, aber nicht billig

Das noble 5-Sterne-Hotel, das die Hochzeitsgäste nicht nur von A bis Z verwöhnt, sondern ihnen zusätzlich noch eine Nachtherberge bietet, ist eine der teuersten Varianten, um zu heiraten. Das Partyzelt im Garten ist die preisgünstige Alternative, die allerdings schnell billig wirken kann. Der Mittelweg könnte die Anmietung eines Veranstaltungsortes im Ort sein. Häufig bieten Kommunen für Einheimische günstigere Mietkonditionen als für Ortsfremde. Das spart die ersten Groschen. Wenn die Mietkosten für die Location gering bleiben, kann das gesparte Geld so investiert werden:

Blumendeko

Abbildung 1: Blumenschmuck am Tisch ist Pflicht. In der Kirche kann hingegen darauf verzichtet werden.

Die befreundete Hobbygärtnerin bekommt den „Auftrag“ sich um die Pflanzendekoration im Gemeindesaal zu kümmern. Die Vorteile liegen dabei nicht nur im Preis, sondern auch an der Regionalität und der Saisonalität, denn wer aus der Gegend stammt und Pflanzen aus dem heimischen Garten zur Deko macht, bringt beide Faktoren mit ein. Auf die Blumen entlang der Bänke der Kirche kann verzichtet werden, denn: Sie sind gerade mal eine Stunde zu sehen, bevor die Gäste die Kirche wieder verlassen. Nicht gespart werden darf hingegen am Hochzeitsstrauß. Dieser muss die Wünsche der Braut erfüllen – egal ob Vintage-Stil oder in Frühlingsfarben.

Abbildung 2: Eine süße Idee für die Nachspeise ist die Candy-Bar, bei der nicht nur Naschkatzen auf ihre Kosten kommen.

Verpflegung

Wer sich für eine Feier in einem eigens angemieteten Veranstaltungsraum entscheidet, der nimmt damit auch die Aufgabe an, sich selbst um die Verpflegung zu kümmern – und das kann einiges an Kosten sparen. Den Kuchen fürs Büffet dürfen die Gäste mitbringen. Eine Abstimmung im Vorfeld – wer welchen Kuchen mitbringt – macht Sinn, damit nicht fünf Apfelkuchen und fünf Schwarzwälder-Kirsch-Torten am Büffet stehen. Die Hochzeitstorte sollte dann wieder in Profis Hand gelegt werden – egal ob der Profi ein Konditor ist oder sich in den Reihen der Gäste befindet. Aktuelle Trends, wie etwa der Naked Cake oder der Drip Cake machen das Nachbacken mittlerweile deutlich einfacher.

Auch beim Abendessen ist das Büffet die beste Wahl, um Bewegung in die Feier zu bekommen und Geld zu sparen. Häufig werden dann auch regionale Besonderheiten mit aufgenommen – wenn  beispielsweise in Bayern das Spanferkel vor Ort gegrillt wird und im Norden der frische Fisch auf den Grill kommt. Salate können die Gäste beisteuern. Wenn’s ins Konzept passt, kann eine Candy-Bar eine prima Idee sein, um ein Nachspeisenbüffet zu realisieren. Hier kommt sicherlich jede Naschkatze auf ihre Kosten.

Service

Abbildung 3: Passt es zum Gesamtkonzept der Hochzeitsfeier, kann eine Bar eine praktische Lösung sein, die es beispielsweise unnötig macht, Servicepersonal zu bezahlen.

Beim Service gilt: Dieser muss ins Gesamtkonzept passen. Zu einer recht legeren Party passt auch die Bar, an der sich die Gäste ihre Getränke selber holen. Wenn es etwas feiner zugeht, muss Service-Personal her. Während die Getränke vom Brautpaar selbst im Voraus gekauft und gekühlt werden können, dürfen Braut und Bräutigam an ihrem Abend natürlich nicht selbst bedienen. Doch wer dann? Wer regional gut vernetzt ist, der kann beispielsweise die Jugendabteilung des Vereins fragen, ob sie die Bewirtung übernehmen könnten. Achtung: Es sollten Volljährige dabei sein! Zudem ist es nicht ratsam, Gäste der Hochzeitsfeier für den Service einzuspannen. Der Trauzeuge hat beispielsweise wahrlich etwas anderes zu tun, als sich um die Getränke zu kümmern.

Musik

Abbildung 4: Eine regionale Musikgruppe ist die günstigere Variante als eine Hochzeitsband.

Immer dann, wenn ein Suchbegriff mit dem Wort „Hochzeit“ ergänzt wird, dann wird es mitunter richtig teuer. Das bedeutet wiederum: Eine Hochzeitsband könnte teurer sein als eine Band, die sich nicht speziell für Hochzeiten anpreist. Wichtig ist bei jeder Form von Musik: Probehören! Egal ob es dann die Band wird oder der Privat-DJ, der eigentlich aus den Reihen der engsten Freunde stammt – die Musik muss zum Geschmack des Brautpaares und zum Geschmack der Gäste passen. Günstiger als eine Band kann der DJ aus dem Freundeskreis sicherlich sein. Doch auch hier gilt: Regionale Verbundenheit könnte Geld sparen – wenn beispielsweise die regionale Musikgruppe gegen Verköstigung eine Zeit lang spielt bevor dann die Partymusik aus dem Laptop kommt.

Fotos

An den Fotos darf niemals gespart werden, denn diese Erinnerungsstücke bleiben – im besten Fall bis dass der Tod das frisch vermählte Paar nach zig Jahren scheidet und noch darüber hinaus. Das heißt auch: Freunde fotografieren zu lassen, ist keine gute Idee. Zumindest die offiziellen Hochzeitsfotos sollte ein Profi-Fotograf aufnehmen. Die Party-Schnappschüsse während der Feier können gerne die Gäste zusteuern. So wird das Hochzeitsalbum zum gekonnten Erinnerungswerk – mit professionellen Aufnahmen und witzigen Schnappschüssen.

Abbildung 1: pixabay.com © Pexels (CC0 Public Domain)

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