Getting-Ready Shoot stylen

So macht ihr euer Ankleidezimmer perfekt für die Fotos

Der Getting-Ready Shoot ist einer der schönsten Trends, die aus dem Mutterland pompöser und aufwendiger Hochzeiten zu uns gekommen sind: den USA. Dabei geht es darum, das Stylen der Braut und die ganz besondere Stimmung vor der Trauung in romantischen und atmosphärischen Bildern festzuhalten. Die kleinen großen Momente vor dem ganz großen Moment. So bekommt Vorfreude eine ganz neue Bedeutung! Aus der Braut wird eine Prinzessin und jeder einzelne Schritt wird festgehalten. Zuerst muss man sich allerdings entscheiden, ob man diesen Shoot überhaupt möchte und wer die Bilder machen soll.

Wer macht die Bilder beim Getting-Ready Shoot?

Einerseits liegt der Gedanke nahe, diese Bilder von einer vertrauten Person machen zu lassen, denn es sind sehr private und besondere Momente. Andererseits ist es so, dass diese Art von Fotos eine besondere Herausforderung darstellen, weil sie ganz verschiedene Blickwinkel zeigen und sehr stimmungsvoll und romantisch sind. Hier eine Nahaufnahme, dort eine Totale mit den Brautjungfern. Lichtstimmungen, bezaubernde Details, Glitzer und Glimmer sind die Geheimnisse, die diese Bilder so besonders machen. Da bietet es sich unbedingt an, einen professionellen Fotografen zu engagieren. Sicher kann der Fotokünstler, der ohnehin die Hochzeit shootet, auch diesen Part übernehmen. Das kostet zwar in der Regel einen kleinen Aufpreis, aber diese besonderen und einmaligen Bilder sind es wert. Ein guter Fotograf hält sich dabei so im Hintergrund, dass man seine Anwesenheit kaum bemerkt. So entstehen schön und intime Bilder.

Wo soll das Getting-Ready fotografiert werden?

Es gibt zwei Möglichkeiten, wo dieses Shooting stattfindet: Entweder im Hotel eurer Hochzeitslocation, oder zu Hause im Ankleidezimmer.

Wenn ihr euch im Hotel umziehen und bereitmachen werdet, achtet schon bei der Buchung des Zimmers darauf, ob es eine gute Fotokulisse abgibt. Viele Locations sind „instagrammable“ und bieten alles, was man für ein unvergessliches Shooting braucht.

Natürlich könnt ihr auch im heimischen Ankleidezimmer fotografiert werden, wenn das Getting-Ready dort stattfindet. Es sollten jedoch einige Voraussetzungen erfüllt sein, damit dort gelungene Bilder gemacht werden können:

1. Der Raum sollte groß genug sein, damit euer Stylist, die Brautmutter, ein oder mehrere Brautjungfern und natürlich der Fotograf Platz darin finden.

2. Im Idealfall dringt ausreichend Tageslicht in den Raum ein. Schwere Vorhänge oder andere verdunkelnde Textilien solltet ihr am besten abnehmen. Im natürlichen Licht entstehen die besten Fotos.

3. Auf den Bildern sollten nur passende, im Idealfall weiße Möbel zu sehen sein – diese wirken besonders edel und fein und passen zur Stimmung. Ob es sich um cremefarbene oder leuchtend weiße Teile handelt, ist dabei nicht von Belang. Entwerft ein Konzept und stylt das Zimmer entsprechend. Besonders hübsch ist eine Schminkkommode mit einem romantischen, verschnörkelten Spiegel. Sie bietet viele Möglichkeiten für ansprechende und kreative Bilder.

4. Bei der Dekoration im Ankleidezimmer könnt ihr bereits das Thema aufnehmen, das später auch im Festsaal für Atmosphäre sorgt. Habt ihr rosafarbene Rosen oder weiße Lilien als Brautschmuck? Dann sollten sie auch auf den Getting-Ready Bildern schon zu sehen sein, um einen Bogen zu den späteren Fotos zu schlagen.

Neben dem natürlichen, einfallenden Licht sollte es im Zimmer zusätzliche Lichtquellen geben, etwa von Kerzen, Lichterketten oder einem romantischen Kornleuchter. Sie schaffen eine schöne Atmosphäre und die Flammen können für zusätzliche Lichteffekte genutzt werden.

Was soll alles fotografiert werden?

Wann die ersten Fotos gemacht werden, entscheidet ihr natürlich selbst! Die besonderen Details eurer Trauung wie die Kreation der Einladungskarten, die Auswahl des Blumenschmucks und natürlich das Aussuchen des Kleides können ebenfalls schon im Bild festgehalten werden. Das sind die Momente, an die man sich später am liebsten erinnert. Es ist nur nahezu unmöglich, bei all diesen Momenten schon den Fotografen an der Seite zu haben. Man kann allerdings selbst Bilder machen und den Fotokünstler bitten, diese gemeinsam mit seinen Shots zu bearbeiten und so einen einheitlichen Look zu kreieren.

In der Regel kommt der Fotograf aber am Morgen, wenn ihr selbst für das Make-up und die Haare bereit seid.

Natürlich werdet ihr nicht in Schlappen und Bademantel zum Shooting erscheinen, sondern im Idealfall in einem zarten Kimono und fototauglichen Schuhen. Der Brautkimono sollte unbedingt schon festlich und romantisch aussehen und etwa mit Spitze verziert sein.

Die Begrüßung der Anwesenden, erste Tränchen, die vergossen werden und die begeisterten Blicke beim Anblick des Braukleids gehören unbedingt zu den Getting-Ready Bildern. Das Auflegen des Make-ups und damit die Verwandlung in eine wunderschöne Märchenprinzessin werden ebenso festgehalten wie das Anlegen des Schmucks. Besonders die traditionellen Accessoires: Etwas Altes, etwas Neues, etwas Geborgtes und etwas Blaues sollten entsprechend in Szene gesetzt werden, denn es bringt Glück, sie zu verwenden.

Neben dem Haarstyling der Braut können natürlich auch die Frisuren der Brautjungfern in den Fokus gerückt werden. Machen diese sich im gleichen Raum fertig, dann sollten sie einheitliche Kimonos oder Bademäntel tragen, die mit der Kleidung der Braut harmonieren, aber etwas weniger schick aussehen.

Der finale Moment ist das Anziehen des Brautkleids! Es kommt natürlich ganz zum Schluss, denn es darf nicht mit Make-up oder Haarspray verschmutzt werden. Nun steht die Braut angezogen vor ihren Helfern und kann zum ersten Mal in voller Pracht bewundert werden. Dieser wichtige Moment ist die Krönung des Getting-Ready Shoots, danach geht die Fotosession mit den Gästen weiter.

Bilder: unsplash.com