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Das ideale Styling für Hochzeitsgäste

Eine Pippa Middleton hätte es definitiv wissen müssen: Ganz in Weiß, Aufmerksamkeit heischend, bei der Hochzeit ihrer Schwester aufzutauchen – das ist ein absolutes No-Go! Was Kate, die heutige Herzogin von York, seinerzeit wohl über dieses Outfit gedacht hat, oder was sie wohl empfunden haben mag? Man weiß es nicht. Jedenfalls ist es ein ungeschriebenes Gesetz, bei einer Hochzeitsfeier niemals ein Kleid zu tragen, das der Farbgebung des Brautkleides entspricht. Ebenso verpönt ist es, ein Kleid zu wählen, dessen Design üppiger und prachtvoller ist, als das der Braut.

Foto: Wilvorst

Am Tag der Hochzeit stehen selbstverständlich die Braut und ihr Bräutigam im Fokus. Die beiden spielen die Hauptrolle am „schönsten Tag ihres Lebens“. Die Hochzeitsgäste bilden dabei mit Blick auf ihren Kleidungstil lediglich den attraktiven Rahmen. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Mit ihrem Erscheinungsbild halten sie sich möglichst im Hintergrund. Dies bedeutet allerdings nicht, dass sich die Gäste nicht auch herausputzen sollten. Im Gegenteil! Ihrer stylischen Kreativität sind dabei so gut wie keine Grenzen gesetzt. Wichtig ist eben nur, dass sie mit der Wahl ihres Outfits der Braut bzw. dem Bräutigam optisch nicht „die Show stehlen“.

Diese Faktoren sind entscheidend bei der Wahl des Hochzeitsoutfits

Es ist immer gut, sich rechtzeitig darüber zu informieren, welchen Kleidungsstil die Braut tragen wird. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass es nicht immer ganz einfach ist, diese Informationen zu erhalten. Es hilft bereits, kurz bei den Eltern der Braut oder bei ihrer besten Freundin um Rat zu fragen. Wer mit dem Brautpaar hingegen nur eher oberflächlich bekannt ist und daher keine Details in Erfahrung bringen kann, der ist gut beraten, sich anderweitig zu informieren. Andererseits schadet es gewiss auch nicht, einfach mal direkt bei der Braut oder dem Bräutigam in spe nachzufragen. Das ist keineswegs unüblich, sondern zeigt, dass sich die geladenen Gäste ihre Gedanken machen: ein tolles Zeichen der Höflichkeit und des Respekts! Oft ist bereits in der Hochzeitseinladung ein Dresscode vorgegeben. Das macht es den Gästen de facto leichter, ein Styling auszusuchen. Auch, wenn die Hochzeitsfeierlichkeiten unter einem bestimmten Motto stehen, dürfte die Entscheidungsfindung sicherlich nicht sonderlich schwer fallen. Ebenso hilfreich ist darüber hinaus die Art der Location. Wird auf einem Schloss gefeiert, sollte das lässige Kostüm möglichst im Kleiderschrank verbleiben. Stattdessen greifen die weiblichen Gäste sinnvollerweise zu einem hübschen Cocktail-Kleid, zum kleinen schwarzen Kleid oder zur feschen Robe. Findet die Feier jedoch in einer stylischen Industriekulisse oder in einer Szene-Kneipe statt, dann ist eine Frau in einem bodenlangen Gala-Kleid ganz sicher over-dressed. Viel besser eignen sich ein schickes Kostüm oder ein kreativer Hosenanzug mit High Heels.

Standesamtliche oder kirchliche Trauung?

Während das Styling bei einer standesamtlichen Vermählung durchaus auch mal puristisch-elegant sein kann, empfiehlt es sich in der Kirche, auf ein gediegeneres Outfit zu setzen. Ein zu tief ausgeschnittenes Dekolleté, extra kurze Minikleider oder -röcke sowie schulterfreie Oberteile haben bei einer kirchlichen Zeremonie nichts zu suchen. Selbst heute nicht, in einer Zeit, in der man den kirchlichen Konventionen immer weniger Bedeutung beimisst. Somit ist es ratsam, zumindest während der Trauungszeremonie ein niedliches Bolero-Jäckchen, ein Schultertuch oder dergleichen anzulegen, um nicht zu viel nackte Haut zu zeigen. Ob bei der Auswahl des Hochzeitsoutfits das Augenmerk auf ein kurzes, mittellanges oder bodenlanges Kleid fällt, hängt dabei sowohl von den Wünschen des Brautpaares, als auch vom gesamten feierlichen Rahmen der Veranstaltung ab.


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