Brautstrauß trocknen und lange haltbar machen

Blumen sagen mehr als 1000 Worte und der Brautstrauß steht für mehr als 1000 schöne Momente an deinem Hochzeitstag. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, deinen Brautstrauß zu trocknen und konservieren, damit du die einzigartigen Erinnerungen an euer Hochzeitsfest noch Jahre später wieder aufleben lassen kannst.

Mit diesen Methoden bleibt dein Brautstrauß auch noch Jahre nach der Hochzeit ein schönes, farbenfrohes Andenken an euren schönsten Tag.

Übersicht der verschiedenen Methoden zum Brautstrauß trocknen:

Wie trocknet man am besten den Brautstrauß?

Den Brautstrauß zu trocken ist wohl die bekannteste Möglichkeit, den Brautstrauß haltbar zu machen. Dazu den Brautstrauß mit starkem Haarspray oder Haarlack einsprühen und kopfüber in einem eher dunklen und trockenen Raum aufhängen. Dort sollte er für mindestens zwei Monate bleiben, damit die Blüten ihre Form behalten und keinen Schimmel ansetzen.

Besonders gut lassen sich beispielsweise Schleierkraut, Mohnkapseln und Protea trocknen – sie sehen auch Monate später nahezu frisch aus. Rosen und Hortensien eignen sich ebenfalls gut für diese Art der Konservierung, allerdings verlieren sie durch den Prozess ihre leuchtenden Farben und sehen dunkler aus.

Was wird für die Konservierung eines Brautstraußes an der Luft benötigt?

  • Haarspray oder Haarlack

So könnt ihr mit getrockneten Blumen ein hübsches Geschenk zaubern:

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Konservierung mit Silicagel und Trockensalz für farbenfrohe Sträuße

Mit diesen Methoden verlieren die Blüten des Straußes nur ein wenig an Leuchtkraft und bleiben sonst so schön bunt, wie an eurem Hochzeitstag.

Dazu benötigt ihr Präpariersalz oder Silicagel-Kügelchen – beides bekommt ihr im Deko- und Bastelgeschäft– sowie ein großes, verschließbares Gefäß, in das euer Strauß gut hineinpasst. Den Boden des Behältnisses nun zwei bis drei Zentimeter mit dem Trockenmittel bedecken.

Arbeitet ihr mit dem Salz, könnt ihr den Strauß mit dem Stiel zuerst in das Gefäß geben, die Leerräume auffüllen und zum Schluss das feine Pulver vorsichtig über die Blüten streuen.

Verwendet ihr Silicagel, ist es besser, den Strauß vorsichtig kopfüber auf die Bodenschicht zu legen. Die Zwischenräume nach und nach behutsam mit den kleinen Gel-Perlen auffüllen, bis auch der Stil bedeckt ist. Der Behälter wird verschlossen. Je nach Größe benötigt der Strauß drei bis sieben Tage, zum Trocknen.

Das benötigst du für die Silicagel- und Trockensalz-Konservierung deines Brautstraußes:

  • Präpariersalz oder Silicagel-Kügelchen

Wachs gegen welke Blumen

Euer Brautstrauß wird durch das Wachs zusätzlich vor Staub, Feuchtigkeit und anderen äußeren Einflüssen geschützt. Allerdings benötigt Ihr dafür etwas Übung und erzielt ein besseres Ergebnis, wenn ihr die Blüten einzeln einwachst. Ihr verwendet am besten sogenanntes Tauchwachs aus dem Bastelbedarf, könnt aber ebenso farblose Kerzenreste hernehmen.

Erhitzt es langsam in einem Wasserbad. Das Wachs darf nicht heißer als 60 Grad werden, da eure Blüten sonst verbrennen. Taucht nun die Blumen in das heiße Wachs, lasst es kurz abtropfen und dreht die Blume vorsichtig, damit sich alles gut verteilt. So lange das Wachs noch flüssig ist, könnt ihr die Blüten mit einem Spieß oder einer langen Nadel etwas in Form bringen. Zum Trocknen die Blumen am besten kopfüber an einer Leine aufhängen. Nach einigen Stunden ist das Wachs ausgehärtet und der Strauß kann wieder zusammengesetzt werden.

Das benötigst du für die Wachs-Konservierung deines Brautstraußes:

  • Tauchwachs oder alternativ farblose Kerzenreste

Glycerin hält den Hochzeitsstrauß frisch

Verschiedene Anleitungen lesen sich im ersten Moment wie die perfekte Lösung zum Konservieren:

Man mische zu einem Teil Glycerin aus der Apotheke mit zwei Teilen Wasser und stelle die Blumen hinein. Die Pflanzen saugen das Glycerin mit dem Wasser auf und speichern es in den Zellen, die so am Welken gehindert werden. So einfach ist es dann aber leider doch nicht, denn die Methode funktioniert zum einen nur mit holzigem Stängel, wie ihn beispielsweise Rosen und Hortensien haben.

Für Tulpen, Gerbera und sonstige Pflanzen mit weichem Stil ist Glycerin zum Konservieren ungeeignet. Zum anderen lassen die Blumen oft den Kopf hängen oder das Wassergemisch wird schlecht, bevor sich das Glycerin in der Blüte festsetzt. Für kleine Rosensträuße mit kurzem Stängel, zum Beispiel den Ansteckstrauß des Bräutigams, ist diese Methode jedoch gut geeignet.

Das benötigst du für die Glycerin-Konservierung deines Brautstraußes:

  • Glycerin aus der Apotheke

Den Brautstrauß pressen

Eine weitere Möglichkeit, den Brautstrauß zu trocknen und ihn jahrelang haltbar zu machen, ist das Pressen der Blumen. Legt die Blüten und Stiele zwischen mehrere Lagen Lösch- oder Zeitungspapier und entzieht ihnen so die Feuchtigkeit. Beim Anordnen ist es wichtig, die Blumen nicht mit den Fingern zu berühren, da das Hautfett der Farbintensität schadet – stattdessen könnt ihr eine Pinzette nutzen.

Im Anschluss wird der Stapel beispielsweise mit schweren Büchern zusammengepresst. Je nach Größe der Blüten variiert die Dauer bis diese vollständig getrocknet sind, daher solltet ihr den Zustand des Straußes jeden Tag kontrollieren und das Papier wechseln.

Was wird benötigt, um den Brautstrauß zu pressen?

  • Lösch- oder Zeitungspapier

  • schwere Bücher oder Presse zum Beschweren

Brautstrauß einrahmen

Neben dem Brautstrauß trocknen gibt es auch die Möglichkeit, diesen einzurahmen.

Im folgenden Video wird erklärt, wie ihr den gepressten Brautstrauß in einem dekorativen Bilderrahmen aufhängen könnt.

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Folgende Bilderrahmen können wir dir empfehlen:

Bild: © Prostock-studio / shutterstock.com