Die besten Haarentfernungsmethoden im Überblick

Seidig-glatte Haut am Hochzeitstag ist ein Muss. Doch welche Haarentfernungsmethode ist die beste? Hier bekommst du einen Überblick über Waxing, Epilieren und Co.!

Haarentfernungsmethoden im Überblick über Waxing, Epilieren und Co.

Rasieren

Die meisten Frauen erledigen ihre Rasur ganz einfach mit einem Nassrasierer unter der Dusche. Rasierschaum oder -gel sind die idealen Partner dafür: Die Härchen werden aufgeweicht und können mit der Rasierklinge schnell gekürzt werden. Aus Liebe zur Umwelt solltest du jedoch von Einweg-Modellen absehen und lieber zu mehrfach verwendbaren Rasierern mit austauschbaren Rasierköpfen greifen.

Vorteile einer Nassrasur: Eine Nassrasur macht unerwünschten Härchen schnell, umkompliziert und schmerzfrei den Garaus.

Nachteile einer Nassrasur: Allerdings lassen die ersten Stoppeln schon nach kurzer Zeit wieder grüßen, die zudem dunkler und kratziger wirken. Außerdem können nach der Rasur eingewachsene Haare und Pusteln auftreten.

Epilieren

Mittels kleiner Pinzetten entfernt der Epilierer die Haare mit der Wurzel. Der beste Zeitpunkt für die Behandlung ist nach dem Baden oder Duschen, wenn die Haut schön weich, aber fett- und cremefrei ist. Mittlerweile gibt es sogar Produkte, die für die Anwendung unter Wasser geeignet sind.

Vorteile der Epilation: Die Methode verspricht bis zu vier Wochen glatte Haut.

Nachteile der Epilation: Epilieren ist nicht ganz schmerzfrei. Vor allem bei hellen Hauttypen treten im Anschluss oft Rötungen auf, die aber binnen weniger Stunden wieder verschwinden. Manche Epilationsgeräte begeistern zudem mit einer Kühl- und Massagefunktion, um gestresste Haut zu beruhigen.

Enthaarungscremes

Enthaarungscremes werden auf die gewünschten Körperstellen aufgetragen und nach der erforderlichen Einwirkzeit mit einem Spatel sanft entfernt. Der Inhaltsstoff Thioglykolat zerstört die Keratinstruktur – also die Proteine der Haare. Dadurch verlieren die Härchen ihren Halt, lösen sich aus ihren Follikeln und fallen aus.

Vorteile von Enthaarungscremes: Haarentfernungscremes sind unkompliziert anzuwenden, wirken schnell und schmerzlos und sind bereits für ein paar Euro zu haben.

Nachteile von Enthaarungscremes: Da die Wurzeln in der Haut bleiben, hält der Glatt-Effekt nur wenige Tage an. Inhaltsstoffe wie die haarauflösende Thioglykolsäure und andere Substanzen können Reizungen wie Jucken, Brennen und Rötungen verursachen. Vor der Anwendung solltest du die Creme zunächst auf einer kleinen Hautstelle testen, um sicherzugehen, dass du sie verträgst.

Waxing

Beim Waxing werden entweder Kaltwachsstreifen auf die Haut gedrückt und rasch wieder abgezogen oder eine warme Paste auf die Haut gestrichen. Diese öffnet die Poren und schließt beim Erkalten die Härchen mit ein. Da hier viel Fingerspitzengefühl und Übung erforderlich ist, empfiehlt sich ein Besuch im Waxing-Studio. Wer es sich zutraut, kann das Prozedere selbstverständlich auch zu Hause durchführen.

Vorteile der Haarentfernung mit Wachs: Nach einer Haarentfernung mit Kalt- oder Heißwachs kann man sich wochenlang über stoppelfreie Haut freuen. Und auch hier gilt: Die nachkommenden Härchen sind heller und reduzierter.

Nachteile der Haarentfernung mit Wachs: Wer schön sein will, muss leiden! Bei dieser Methode musst du kurze Schmerzen in Kauf nehmen. Beachte zudem, dass ein Waxing erst Sinn macht, wenn die Härchen eine Länge von vier bis fünf Millimetern haben, damit das Wachs sie umfassen kann.

IPL-Lichttechnik

Immer beliebter wird die Haarentfernung mittels Intense Pulsed Light-Technologie (IPL), die mit Lichtimpulsen das Wachstum der Haarwurzeln hemmt. Die Behandlung kann mit einem entsprechenden Gerät auch alleine zu Hause durchgeführt werden. Sofern die Sicherheitshinweise beachtet werden, ist dies bis auf ein leichtes Ziepen relativ schmerzfrei, schonend und hält dauerhaft an. Allerdings funktioniert die Methode nur dann, wenn der Farbunterschied zwischen Haaren und Haut relativ groß ist. Der Prozess ist recht langwierig: Bis alle aktiven Härchen erfasst sind, musst du mehrere Behandlungen durchführen.

→ Im Test: Haarentfernung mit der IPL-Technologie

Laser

Auch ein Laser basiert auf Lichtblitzen – Haarfollikel werden zerstört und die Härchen fallen aus. Im Gegensatz zur IPL-Lichttechnik dürfen nur dafür ausgebildete Ärzte oder Kosmetiker Laserbehandlungen durchführen, da diese mit höheren Impuls-Frequenzen arbeiten und das Risiko von Verbrennungen höher ist. Die Haarentfernung durch Laser ist schmerzlos und nahezu nebenwirkungsfrei. Das Ergebnis: dauerhafte Ruhe vor lästigen Härchen an Beinen, Achseln und Co. Es sind jedoch mehrere kostspielige Sitzungen in einem Kosmetikstudio oder beim Dermatologen notwendig, bis alle Härchen entfernt sind.

Laser unterscheiden sich von IPL durch die Art des Lichts. Während bei einem Laser nur eine Wellenlänge ausgesandt wird, ist es bei IPL ein breites Spektrum. Das heißt: Durch ein IPL-Gerät wird gleich eine größere Fläche auf der Haut abgedeckt, während mit einem Laser jedes Haar einzeln verödet werden muss. Zudem ist das Licht der IPL-Technologie weniger aggressiv.

Good to know: „Dauerhaft haarfrei“ bedeutet nicht „für immer“, sondern über mehrere Wachstumszyklen hinaus. Schlafende Haarwurzeln können nämlich nach einigen Jahren wieder aktiv werden und schwach nachsprießen.

Sugaring

Bei dieser bereits im alten Orient bekannten Methode kommt Halawa, eine sirupartige Paste auf Zuckerbasis, zum Einsatz. Das Prinzip ähnelt der Haarentfernung mit Heißwachs, ist aber wesentlich hautschonender und bereits ab einer Haarlänge von drei Millimetern möglich. Sugaring kannst du zu Hause machen oder du gehst zum Profi in ein Beauty-Studio. Im Gegensatz zum Waxing werden die Härchen mit der und nicht gegen die Wuchsrichtung entfernt. Dadurch werden kaum Hautpartikel mitgerissen und es tut weniger weh. Aufgrund der natürlichen Inhaltstoffe der Paste wird zudem die Haut weniger gereizt. Und das Ergebnis kann sich sehen lassen: drei bis sechs Wochen seidig-glatte Haut! Allerdings ist beim Sugaring Geduld gefragt: Unter Umständen kann die Prozedur etwas mehr Zeit in Anspruch nehmen.

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Do it yourself – Halawa:

Für eine Sugaring-Behandlung in den eigenen vier Wänden kannst du entweder eine fertige Zuckerpaste kaufen oder du rührst sie selbst an:

150 g Zucker
50 ml Wasser
100 ml Zitronensaft
eine Prise Salz
einen Teelöffel Sonnenblumenöl

Alle Zutaten unter ständigem Rühren erwärmen, bis der Zucker karamellisiert und eine zähe Masse entstanden ist. Achtung: Vor dem Auftragen der Paste auf ca. 30 Grad Celsius abkühlen lassen!

Fazit

Welche Methode für dich die beste ist, hängt von mehreren Faktoren ab. So spielt dabei nicht nur die Empfindlichkeit deiner Haut eine wesentliche Rolle, sondern auch deine persönliche Schmerztoleranz. Daher gilt: ausprobieren! Wichtig ist, dass du dir frühzeitig Gedanken darüber machst, welche Haarentfernungsmethode du dir für deinen großen Tag wünscht. Mit einer IPL-Lichttechnik- oder einer Laserbehandlung musst du ein halbes Jahr vor der Hochzeit starten, da es mehrerer Sitzungen bedarf, bis alle Härchen durch die Lichtblitze entfernt sind. Last Minute in ein Kosmetikstudio zu eilen, macht keinen Sinn, denn vor allem beim Waxing musst du mit leichten Hautreizungen rechnen. Auch beim Sugaring oder Epilieren solltest du der Haut ein paar Tage Erholungszeit gönnen, bis alle Rötungen verblasst sind.

Im Test: Haarentfernung mit der IPL-Technologie

Wir haben den Lumea Prestige von Philips für euch getestet:

Haarentfernung ist ein leidiges Thema. Insbesondere wenn man dunkle Haare hat und bereits kleinste Stoppel an den Beinen sowie unter den Armen sichtbar werden. Mit dem Haarentferner Lumea Prestige von Philips soll das nun der Vergangenheit angehören. Das Gerät eignet sich besonders gut für den „Schnee- wittchen-Typ“ mit dunklen Haaren und heller Haut.

Grund dafür ist die IPL-Technik: Das Gerät gibt Lichtimpulse auf die Haut, die über die Farbpigmente im Haar an die Wurzel weitergeleitet werden, und so dafür sorgen, dass die Haare ausfallen. Je heller das Haar, desto weniger Melanin – so werden die Farbpigmente genannt – enthält es und die Leitfähigkeit verringert sich. Bei sehr dunkler Hautfarbe wird das Licht von ihr absorbiert und es könnte zu Hautirritationen kommen.

Im Design erinnert der Lumea Prestige an einen Föhn und liegt gut in der Hand. Verschiedene Aufsätze für die Haarentfernung an den Beinen, in der Bikinizone, unter den Armen oder im Gesicht erleichtern die Anwendung zusätzlich.

Bevor es mit der Behandlung losgehen kann, müssen die entsprechenden Körperstellen rasiert werden. So hat das Licht den kürzesten Weg von der Hautoberfläche bis zur Haarwurzel und kann effektiver wirken. Außerdem ziept es ab und an unangenehm, wenn das Haar zu lang ist. Als nächstes wird mit dem integrierten Sensor der Hauttyp und damit die Intensitätsstufe des Lichtes bestimmt. Fünf verschiedene Stufen, je nach Teint, stehen zur Auswahl.

Nun kann die Session beginnen: Entlang der Körperstellen, die künftig haarfrei sein sollen, wird der Lumea Prestige aufgesetzt und die Lichtblitze werden ausgelöst. Allerdings nur, wenn das Gerät richtig aufliegt. So wird verhindert, dass man sich aus Versehen direkt in die Augen blitzt. Es braucht jedoch etwas Übung, bis man den Dreh raus hat. Dann wird es nahezu zum Kinderspiel. In etwa 15 Minuten kann man Beine, Achseln und die Bikinizone mit dem Gerät behandeln. Dabei müssen Tätowierungen und Muttermale ausgespart werden, da es durch ihre dunkle Farbe zu Irritationen und Verbrennungen auf der Haut kommen kann.

Zunächst wird die Anwendung nach zwei Wochen, später alle vier bis acht Wochen wiederholt. Etwa nach der achten Auffrischungsbehandlung bleiben die Haare für ungefähr ein halbes Jahr aus. Gegebenenfalls braucht es noch eine oder zwei Behandlungen mehr. Damit man keinen Termin vergisst, erinnert die zugehörige App rechtzeitig an die bevorstehende Session. Sie gibt außerdem hilfreiche Tipps für den Umgang mit dem Gerät. Da die behandelten Körperstellen für 48 Stunden nicht der Sonne ausgesetzt werden dürfen und blasse Haut den Effekt verstärkt, beginnt man im Idealfall noch im Winter. Tatsächlich werden die Haare bereits nach den ersten Anwendungen spürbar weniger und einem haarfreien Sommer steht nichts im Wege, wenn man rechtzeitig beginnt.

Fazit:

Hat man den Dreh erstmal raus, ist eine Behandlung schnell erledigt. Dank der App läuft man auch nicht Gefahr, mal eine zu vergessen. Die Sessions sind weitestgehend schmerzfrei. Allerdings kann es etwas ziepen, wenn ein Haar nicht frisch rasiert oder sehr dick ist. Die Behandlungen dauern zwar insgesamt länger als eine einfache Rasur und lassen sich nicht so unkompliziert in die tägliche Routine integrieren, dafür werden die Zeitabstände zwischen den Anwendungen und Rasuren deutlich größer.

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