5 Tipps für eine vegane-nachhaltige Hochzeitsfeier

Der vegane-nachhaltige Lebensstil ist für viele Menschen eine Herzensangelegenheit. Gerade den schönsten Tag im Leben möchten sich viele nicht dadurch vermissen lassen, dass sie mit ihren Prinzipien brechen. Meist erweist sich die Angst davor, die Großeltern oder Onkel und Tante könnten das nicht verstehen, als völlig unbegründet.

1. Das Hochzeitskleid

Wandelbares Hochzeitskleid im Fit-and-Flare-Schnitt mit Überrock im Prinzessstil von Emine Yildirim, Modell 2047

Den Traum vom ganz besonderen Kleid muss niemand für eine vegane-nachhaltige Hochzeit nicht aufgeben. Auch wenn ein Kleid, dass nur für einen einzigen Tag getragen wird, sicherlich Verschwendung ist und für umweltbewusste Bräute nicht mehr infrage kommt. Es rentiert sich, das Traumkleid nicht in China zu bestellen, sondern es mit einer Schneiderin zu konzipieren. Schon der Entwurf kann einplanen, welche Änderungen später nötig sind, damit es die Braut auch später im Alltag tragen kann und so diese wunderbare Erinnerung nicht im Kleiderschrank vertauben muss. Neben einem Alltagskleid fallen dann wahrscheinlich auch noch Kissen oder Gardinen für die Wohnung ab. Das Material des Hochzeitskleides kann aus alten Stoffen bestehen, oder ganz den Wünschen der Braut entsprechen, die auf Seide oder künstliche Fasern verzichten möchte.

2. Die Dekoration

Eine konventionelle Hochzeit kann einen ganzen Müllberg aus Luftballons und Streudekoration hinterlassen. Ein zusätzliches Event kann das gemeinsame Basteln der Dekoration im Vorfeld sein.  Auch ein Weniger an Dekoration kann manchmal mehr sein. Rosmarintöpfchen zum Beispiel setzten auf den Tischen mit weißen Tischdecken edle Akzente und können anschließend den Garten oder die Fensterbank der Gäste bereichern.

3. Das vegane Menü

Um das Hochzeitsmenü attraktiv zu gestalten, gibt es zahllose Möglichkeiten. Suppen und Häppchen am Anfang sind keine große Herausforderung. Beim Hauptgang können diverse Risotto-Gerichte  zum Einsatz kommen wie z. B. ein klassisches Pilzrisotto. Saisonale und regionale Spezialitäten wie Spargel verleihen dem Menü einen festlichen Charakter. Exotische Currys lassen Fleisch oder tierische Produkte kaum vermissen.

4. Der süße Abschluss

Wer Wert auf eine große Hochzeitstorte legt, kann diese nach veganen Rezepten selbst backen oder bei vielen Bäckern in Auftrag geben.
Eine Candybar wirkt zwar opulent und verschwenderisch, doch die Süßigkeiten kann das Paar aus fairem Handel oder in Unverpackt-Läden kaufen und in schöne Gläser füllen. Auch die Reste lassen sich leichter aufbewahren und verwerten als die einer Hochzeitstorte.

Eine Alternative, die sich immer mehr durchsetzt, ist die Produktion von Popcorn mit einer Popcornmaschine. Nicht nur Kinder lieben es, wenn die Maiskörner aufploppen und immer mehr werden. Den Geruch verbinden sie mit Jahrmarkt und Kino. Deshalb verbreitet Popcorn eine heitere und fröhliche Stimmung, die nicht nur zu einem Kindergeburtstag passt, sondern auch einer Hochzeitsfeier die Leichtigkeit verleiht, wie sie sich das Brautpaar auf einer Boho- oder Rockabilly-Hochzeit wünscht. Auch wenn sich die Feier lang in die Nacht hinzieht, bietet die Maschine keinen traurigen Eindruck wie ein abgeräumtes Buffet, sondern produziert immer wieder frische Snacks für die Gäste. Sogar Salzkaramell-Popcorn-Lollis sind im Trend. Kleine Tüten kann man am Ende der Party sogar als Giveaways abfüllen und den Hochzeitsgästen mit nach Hause geben.

5. Die Ringe

Meister Trauringe

Das Symbol für den ewigen Bund sollte auf Diamanten verzichten. Auch der Abbau von Gold ist nicht unproblematisch. Eine Option sind da Ringe, die umgearbeitet wurden oder Ringe aus eingeschmolzenem Gold. Auch der Ring soll ein gutes Gewissen hinterlassen.
Nachhaltiges Leben ist immer ein Kompromiss, das gilt auch für den schönsten Tag im Leben. Mangos und Spargel sind den einen akzeptabel und für den anderen nicht, auf keinen Fall sollte das Brautpaar sich aber verbiegen, wenn es seine Hochzeit feiert.