Die Tradition des Brautschleiers
Bereits seit dem vierten Jahrhundert erschien die Braut zur Eheschließung mit einem Schleier bekleidet. Somit ist die Geschichte des Schleiers sogar älter als die des Brautkleides. Verbreitung fand der Schleier schlagartig, als Kaiserin Sissi ihn zum Mode-Highlight machte.
Der Schleier – damals und heute
Schon im alten Rom trug die Braut einen Schleier. Das Christentum übernahm damit die Vorstellung, die Frau vor den Blicken anderer Männer, böser Geister und des Teufels zu schützten. Zusätzlich galt der Schleier als Sinnbild der Jungfräulichkeit und Keuschheit. Damals wurde er nach der Hochzeit zerrissen und unter die Gäste geworfen. Wenn eine Frau einen Teil des Brautschleiers fangen konnte, bedeutetet dies damals, dass sie noch im gleichen Jahr heiraten würde.
Traditionell soll der Schleier die Braut vor Vollendung der Zeremonie verhüllen, um sie vor den neugierigen Blicken zu verstecken. Der erste Blick soll traditionell dem Ehemann gehören.
Die Farbe weiß
Weiß steht für Reinheit und Unschuld. Erst im 18. Jahrhundert begann der Adel, weiße Kleidung zur Hochzeit zu tragen. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde der weiße Schleier für alle Bräute etabliert, das Volk trug dagegen seinen schwarzen Sonntagsstaat. Erst Mitte des 20. Jahrhunderts setzte sich die weiße Hochzeitskleidung durch, vorher hielt man von heller Kleidung nicht viel, da sie schnell verschmutzte. Die Länge des Schleiers entwickelte sich von bodenlang im Mittelalter bis „mini“ um 1950, als auch knielange Brautkleider in Mode kamen.
Hier erfährst du, wie du den passenden Brautschleier findest
(Fotos: Mode de Pol, Agnes; Jasmine Couture)


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